Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Verluste nach Gewinnmitnahmen

Die wichtigsten europäischen Börsenindizes haben am Dienstag Abschläge verzeichnet und damit unter Gewinnmitnahmen im Zuge der nachgebenden Kurse an der Wall Street vom Vortag gelitten. Gefragt waren Händlern zufolge jedoch defensive Versorger- und Energiewerte.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Börsenindizes haben am Dienstag Abschläge verzeichnet und damit unter Gewinnmitnahmen im Zuge der nachgebenden Kurse an der Wall Street vom Vortag gelitten. Gefragt waren Händlern zufolge jedoch defensive Versorger- und Energiewerte. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 verlor gegen Mittag 0,65 Prozent auf 3 842,13 Zähler. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 sank um 0,33 Prozent auf 3 289,62 Zähler. Für den Euronext 100 ging es um 0,49 Prozent auf 877,43 Punkte nach unten. In Paris fiel der CAC 40 um 0,66 Prozent auf 4 940,70 Zähler. Der Ftse 100 gab in London um 0,39 Prozent auf 6 002,60 Punkte nach.

Dabei verteuerten sich die Aktien von BP nach Zahlen um 3,23 Prozent auf 55 950 Pence. Das Zahlenwerk des Ölkonzerns bot Analysten zufolge unter dem Strich ein positives Bild: BP hat zwar im vierten Quartal wegen eines Milliardenverlusts im Downstream-Geschäft (Raffinerie und Vertrieb) operativ einen unerwartet deutlichen Gewinnrückgang verbuchen müssen. Positiv zu werten sei vor allem, dass BP die Quartalsdividende auf 13,525 Cent je Aktie nach 10,325 Cent vor einem Jahr gesteigert hat, sagten die Experten von Cazanove.

In Amsterdam gewannen die Titel von KPN nach Zahlen 2,75 Prozent auf 12,70 Euro. Den Analysten von Rabo Securities zufolge fielen die Gewinne des niederländischen Telekomunternehmens und Mutterkonzerns von E-Plus stärker als von ihnen erwartet aus. Positiv ist den Experten zufolge vor allem das neue Ziel zu werten, den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) bis zum Jahr 2010 auf über 5,5 Mrd. Euro steigern zu wollen.

In Paris gewannen die Papiere von Veolia Environnement 1,29 Prozent auf 56,54 Euro. Der französische Versorger hat im vergangenen Jahr mehr umgesetzt als erwartet. Auch andere Versorgertitel lagen im Plus und profitierten damit von dem schwachen Marktumfeld. So rückten Titel von Suez um 1,44 Prozent auf 43,05 Euro vor, und Aktien von Gaz de France verteuerten sich um 1,45 Prozent auf 38,43 Euro. Papiere von Arcelormittal stiegen um 0,15 Prozent auf 47,45 Euro. Der Stahlhersteller erhöht wegen der wachsenden Rohstoff- und Energiekosten sowie der hohen Nachfrage die Preise für Flachstahl.

In Stockholm gaben die Titel des LKW-Bauer Scania 2,71 Prozent auf 134,50 Schwedische Kronen (SEK) ab. Der Nutzfahrzeugbauer MAN hat zwar seinen Stimmrechtsanteil an dem schwedischen Konkurrenten in den vergangenen Wochen weiter ausgebaut. Zugleich betonte MAN-Chef Hakan Samuelsson am heutigen Dienstag jedoch, kein gezieltes Interesse zu haben, den Anteil an Scania weiter aufzustocken. Die Titel des Wettbewerbers Volvo fielen um 1,92 Prozent auf 89,50 (SEK). Die Ctigroup verringerte ihr Volvo-Kursziel im Zuge gesenkter Gewinnprognosen von 133 auf 90 SEK und bestätigte die Einstufung mit "Hold".

Aktien von Fiat verbilligten sich an der Börse in Mailand um 3,00 Prozent auf 15,3 400 Euro. Jpmorgan hat die Einschätzung der Titel des Automobilbauers von "Overweight" auf "Neutral" zurückgenommen und das Kursziel von 30 auf 19 Euro gesenkt. Zur Begründung verwiesen die Analysten auf die ungünstigen ökonomischen Rahmenbedingungen.

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