Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Wall-Street-Verluste belasten

Belastet durch den schwachen Handel an den US-Börsen sind die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Dienstag ebenfalls deutlich in die Verlustzone gerutscht. Mit besonders hohen Abschlägen fielen Rohstoff- und Finanztitel auf.

Paris/London (dpa-AFX) - Belastet durch den schwachen Handel an der Wall Street sind die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Dienstag ebenfalls deutlich in die Verlustzone gerutscht. US-Konjunkturdaten seien eher negativ aufgenommen worden und hätten die Zurückhaltung vor der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch noch verstärkt, hieß es am Markt. Mit besonders hohen Abschlägen fielen Rohstoff- und Finanztitel auf.

Nach zwischenzeitlich leichten Gewinnen rutschte der Eurostoxx 50 um 1,58 Prozent auf 2 650,94 Zähler ab. Der Pariser CAC-40-Index sank um 1,38 Prozent auf 3 456,18 Punkte. Der Ftse 100 in London büßte 1,08 Prozent ein auf 4 671,34 Punkte.

Einziger Gewinner im Leitindex waren Papiere von Danone mit plus 0,89 Prozent auf 36,91 Euro und in Zürich markierten Nestle mit einem Zuwachs von 0,46 Prozent auf 44,10 Euro die Spitze des SMI . Die beiden Schwergewichte hielten so den Index des eher risikoaversen Nahrungsmittel- und Getränkesektors als einzigen im Plus. Auch Diageo und Unilever leisteten mit festeren Kursen ihren Beitrag.

Schwächster Wert im Eurostoxx waren die Versicherungspapiere von Aegon mit minus 7,24 Prozent auf 5,547 Euro, gefolgt von Deutsche-Bank-Aktien mit einem Abschlag von 4,65 Prozent auf 45,33 Euro. Am "Footsie"-Ende sackten Anteile an der Lloyds Banking Group um 7,05 Prozent auf 90,99 Pence besonders deutlich ab. Royal Bank of Scotland (RBS) verbilligten sich um 5,47 Prozent auf 42,790 Pence.

An der schweizerischen Börse präsentierten sich Aktien der UBS , Credit Suisse und Julius Bär ebenfalls sehr schwach und bestätigten damit den Branchentrend. Auch im US-Handel gehörten Banken zu den größten Verlierern, nachdem ein Analyst der Branche noch keine Verbesserung der Fundamentaldaten attestierte. In Dänemark fielen die Papiere der Danske Bank um 3,17 Prozent auf 114,50 dänische Kronen. Der Rückgang beim Vorsteuer-Gewinn im zweiten Quartal sei höher als erwartet ausgefallen, sagten Händler.

Auch Titel von Friends Provident drehten nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und büßten 2,67 Prozent ein auf 74,05 Pence. Die britische Resolution will den Lebensversicherer übernehmen. Das Angebot belaufe sich auf insgesamt 1,9 Mrd. Britische Pfund (2,2 Mrd Euro). Neben einer Barkomponente von 500 Mill. Pfund erhalten die Aktionäre von Friends Provident jeweils 0,9 neue Resolution-Aktien für einen eigenen Titel. Nach der Übernahme hofft Resolution auf eine Aufnahme in den Londoner Leitindex Ftse 100. Für die Aktien ging es um 7,58 Prozent bergab auf 83,469 Pence.

Ebenfalls deutlich unter Druck standen erneut die konjunktursensitiven Rohstoffwerte. Arcelormittal verloren 4,52 Prozent auf 24,605 Euro, Kazakhmys führten die Minenwerte mit einem Abschlag von 6,01 Prozent auf 852,00 Pence an.

Klarer Favorit in London waren die Titel von International Power . Sie sprangen um 7,25 Prozent auf 266,375 Pence an. Der Versorger hatte für das erste Halbjahr einen Anstieg des Gewinns aus operativer Tätigkeit gemeldet. "Alle Unternehmenssparten haben sich besser als von uns prognostiziert entwickelt", schrieben die Analysten von Morgan Stanley in einer aktuellen Studie. Dies gelte besonders für die Geschäfte in Australien und Asien.

An der Börse in Zürich sanken die Titel von Adecco um 5,58 Prozent auf 49,90 Franken. Die weltgrößte Zeitarbeitsfirma hatte im zweiten Quartal wegen Abschreibungen auf den Firmenwert einen überraschenden Quartalsverlust hinnehmen müssen.

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