Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Wochenhoch zum Wochenschluss

Weitere Kursgewinne bei den Bankaktien haben die europäischen Aktienindizes am Freitag auf ihrem Wochenhoch deutlich fester schließen lassen. Der Ölpreis, der in der zweiten Wochenhälfte mit seinem deutlichen Verfall die Aktienmärkte zusätzlich nach oben getrieben hat, bewegte sich zuletzt kaum.

dpa-afx PARIS/LONDON. Weitere Kursgewinne bei den Bankaktien haben die europäischen Aktienindizes am Freitag auf ihrem Wochenhoch deutlich fester schließen lassen. Der Ölpreis, der in der zweiten Wochenhälfte mit seinem deutlichen Verfall die Aktienmärkte zusätzlich nach oben getrieben hat, bewegte sich zuletzt kaum. Aus technischer Sicht überwiegte das Positive. "Auf Wochensicht sehen die Indizes an den wichtigsten Börsen sehr gut aus", sagte Thomas Nagel, technischer Analyst bei equinet. "Dem Ausverkauf in der ersten Wochenhälfte folgte eine steile Erholung in der zweiten - wenn die Indizes positiv in die neue Woche starten ist mit Anschlusskäufen zu rechnen."

Der Eurostoxx 50 gewann schließlich 2,01 Prozent auf 3 321,53 Zähler. Auf Wochensicht legte der europäische Leitindex damit schließlich 3,87 Prozent zu, nachdem noch am Mittwoch bei 3 089,50 Punkten der tiefste Stand seit Juli 2005 markiert worden war. Der Stoxx 50 , der auch britische und Schweizer Werte enthält, gewann am Freitag 1,75 Prozent auf 2 836,17 Punkte. Der Londoner Ftse 100 stieg um 1,44 Prozent auf 5 362,40 Zähler, der Pariser CAC 40 legte 1,74 Prozent auf 4 299,36 Punkte zu.

Finanzwerte blieben auch zum Wochenausklang im Fokus der Börsianer und zählten wie schon am Vortag zu den Zugpferden des Marktes. Händler verwiesen auf die überraschend guten Ergebnisse der Citigroup in den USA als Triebfeder. So gingen die Bankenwerte geschlossen an der Spitze des Eurostoxx 50 ins Wochenende. Credit Agricole waren mit plus 7,60 Prozent auf 14,02 Euro der Tagessieger. Seit Anfang Mai hatte das Papier zeitweise mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt. BNP Paribas verteuerten sich um 6,57 Prozent auf 56,75 Euro, Societe Generale kletterten um 6,07 Prozent auf 56,75 Euro und ING Groep legten 5,05 Prozent auf 20,70 Euro zu.

Aktien aus dem Konsumgütersektor zählten dagegen zu den Verlierern. L"Oreal hatte mit enttäuschenden Umsatzzahlen und gekappten Erwartungen für das Gesamtjahr für Missstimmung gesorgt. Die Titel des weltgrößten Kosmetikkonzerns erholten sich im Handelsverlauf allerdings stetig von ihrem zur Eröffnung markierten Tief bei 60,62 Euro und gaben schließlich nur noch 2,07 Prozent auf 64,93 Euro ab. Groupe Danone büßten im Sog von L"Oreal 1,42 Prozent auf 43,79 Euro ein. Eine Hochstufung durch RBS von "Sell" auf "Hold" konnte laut Händlern die Belastung durch die negativen Nachrichten für den Konsumgütersektor nicht aufwiegen.

In London verloren Aktien des Einzelhändlers Tesco 3,34 Prozent auf 375,9 Pence. Der belgische Wettbewerber Delhaize habe mit seiner Gewinnwarnung die Stimmung in dem Sektor europaweit eingetrübt, sagten Börsianer. Delhaize verwies auf die sich abschwächende Nachfrage sowohl in Europa als auch in den USA und senkte seine Wachstumserwartungen für Umsatz und Nettogewinn - die Titel verloren 8,22 Prozent 36,72 Euro. Nach Meinung eines Analysten können die Delhaize-Zahlen direkt auf Ahold übertragen werden. Die Niederländer generieren mehr als 50 Prozent ihrer Erlöse in den USA, während Delhaize dort 75 Prozent seines Umsatzes mache. Ahold-Aktien büßten 3,54 Prozent auf 8,175 Euro ein.

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