Internationaler Aktienhandel
Europabörsen schließen freundlich

Die europäischen Aktienmärkte sind dank des schwächeren Ölpreises und eines gesunkenen Euros mit Kursgewinnen ins Wochenende gegangen. Vor allem der starke Rückgang des Ölpreises habe den Indizes im späten Handel noch einmal zu Kursgewinnen verholfen, sagten Börsianer.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Aktienmärkte sind dank des schwächeren Ölpreises und eines gesunkenen Euros mit Kursgewinnen ins Wochenende gegangen. Vor allem der starke Rückgang des Ölpreises habe den Indizes im späten Handel noch einmal zu Kursgewinnen verholfen, sagten Börsianer. Zum Handelsschluss an den Aktienmärkten stand der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) bei 116,38 Dollar. Zuvor hätten der Rückgang der europäischen Gemeinschaftswährung und positiv aufgenommene Geschäftszahlen bereits die Stimmung gehoben.

Der Eurostoxx 50 gewann 0,33 Prozent auf 3 408,50 Punkte. Im Wochenverlauf war er damit 2,77 Prozent gestiegen. Der Stoxx 50 kletterte um 0,57 Prozent auf 2 928,31 Zähler. Der CAC-40-Index gewann 0,77 Prozent auf 4 491,85 Zähler. In London stieg der Ftse 100 0,21 Prozent auf 5 489,20 Zähler.

In Italien büßten die Titel der Telecom Italia nach Halbjahreszahlen kurz vor Handelsschluss einen Großteil ihrer Kursgewinne ein und schlossen nur noch mit einem Plus von 3,09 Prozent auf 1,1 350 Euro. Das Tageshoch hatte bei 1,1 710 Euro gelegen. Der Telekomkonzern hat wegen des harten Wettbewerbs in Deutschland und Brasilien hat seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr gekappt.

In Großbritannien veröffentlichten mit der Royal Bank of Scotland (RBS) und der Investmentbank Schroders gleich zwei Finanzinstitute ihre Halbjahreszahlen. Die RBS rutschte wegen der Finanzmarktkrise wie erwartet in die roten Zahlen. Analysten hatten aber mit einem deutlich höheren Minus in den ersten sechs Monaten gerechnet. Die Aktien legten entsprechend 3,22 Prozent auf 240,50 Pence zu. Schroders gewannen sogar 6,36 Prozent auf 1 070,00 Pence. Auch hier äußerten sich die Analysten überwiegend positiv. Die Experten von Merrill Lynch bestätigten die Titel mit "Neutral", weil die Ergebnisse über ihren Schätzungen lagen.

An der Spitze des Ftse 100 gewannen British Airways nach einem Analystenkommentar 8,14 Prozent auf 275,75 Pence. Die Citigroup hat wegen erwarteter Synergien aus der Fusion mit Iberia das Kursziel von 300 auf 350 Pence angehoben und die Titel mit "Buy" bestätigt. Thomas Cook stiegen ebenfalls nach einem positiven Analystenkommentar um 7,72 Prozent auf 237,25 Pence. Die Dresdner Kleinwort hatte ihre Bewertung vor Zahlen von "Reduce" auf "Hold" gehoben. Die Analysten rechnen mit guten Quartalszahlen und sehen kaum Risiken für die Prognosen 2008.

Die europäischen Autotitel stützte Börsianern zufolge der schwächere Eurokurs. Darüber hinaus hatte Toyota Motor seine Prognosen von Mai für das bis März 2009 laufende Geschäftsjahr überraschend bestätigt. Renault kletterten als zweitstärkster Wert des Eurostoxx 4,57 Prozent auf 58,60 Euro, Titel von PSA Peugeot Citroen gewannen 4,33 Prozent auf 34,00 Euro. Fiat schloss sich dem Trend an und legte 2,02 Prozent auf 11,49 Euro zu.

Auch die Titel von EADS profitierten nach Meinung von Börsianern hauptsächlich von der Entwicklung am Devisenmarkt und zogen um 9,72 Prozent auf 14,90 Euro an. Außerdem hat der EADS-Wettbewerber Boeing zum ersten mal eine Abbestellung für sein mehrfach verschobenes Langstreckenflugzeug erhalten.

Sanofi-Aventis gewannen 4,13 Prozent auf 48,46 Euro. Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat das Votum für die Titel des Pharmakonzerns nach den jüngsten Halbjahreszahlen von "Hold" auf "Buy" angehoben und das Kursziel von 52 auf 54 Euro hochgeschraubt. Zudem wird die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung des Sanofi-Aventis-Medikaments Multaq zur Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern mit Priorität prüfen.

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