Internationaler Aktienhandel
Europabörsen: Überwiegend etwas schwächer

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Börsenindizes sind am Dienstag überwiegend etwas schwächer aus dem Handel gegangen. Händler verwiesen auf Kursverluste an der Wall Street sowie auf einige enttäuschende Quartalsberichte als Gründe für die Kursverluste. Vor der US-Zinsentscheidung an diesem Mittwoch hielten sich die meisten Investoren eher zurück.

Der Eurostoxx 50 gab bis zum Abend um 0,19 Prozent auf 4 462,95 Zähler ab. Der Stoxx 50, der auch Schweizer und britische Werte umfasst, verlor 0,53 Prozent auf 3 852,31 Punkte. Der Euronext 100 fiel um 0,52 Prozent auf 1 038,20 Punkte. Der Pariser CAC 40 rutschte um 0,55 Prozent auf 5 803,93 Zähler ins Minus, in London ging es für den Leitindex Ftse 100 um 0,70 Prozent auf 6 659,00 Punkte nach unten.

UBS-Aktien verloren in Zürich nach dem Quartalsverlust 1,29 Prozent auf 61,35 Franken. Die Anleger seien in erster Linie vom Ausblick für den Investment-Banking-Bereich enttäuscht gewesen, sagte ein Händler. Es sei mit einem positiven Beitrag von etwa einer Milliarde Euro gerechnet worden, die UBS habe allerdings angekündigt, dass von diesem Bereich auch im vierten Quartal kein positiver Beitrag zu erwarten sei.

In London drückten unter anderem Minenwerte den FTSE nach unten. Grund waren neben einer leichten Erholung bei Rohstoff- und Edelmetallnotierungen Gewinnmitnahmen im Anschluss an die kräftigen Kursgewinne am Vortag, als Fusionsfantasien beim australischen Nickelproduzenten Jubilee Mines die Branche beflügelt hatten. Xstrata gaben 3,05 Prozent auf 3 467 Pence ab. Vedanta fielen um 4,89 Prozent auf 2 121 Pence, hier drückte auch die Befürchtung schwacher Zahlen. Antofagasta fielen um 3,14 Prozent auf 833,50 Pence und BHP Billiton gaben um 2,68 Prozent auf 1 818 Pence ab.

Imperial Tobacco gewannen nach Vorlage der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr bis zum Abend 0,16 Prozent auf 2 447 Pence. Der britische Tabakkonzern hatte im Geschäftsjahr 2006/07 die Markterwartungen erfüllt. Zwischenzeitlich hatte die Aktie nachgegeben, was Händler auf eine mögliche Kapitalerhöhung zurückführten. Aktien von Schroders gewannen 4,81 Prozent auf 1 547 Pence. Der Fondsmanager hatte im dritten Quartal seinen Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent auf 98,1 Mill. Pfund gesteigert.

In Paris setzten sich Aktien von Vinci mit einem Plus von 5,07 Prozent auf 57,16 Euro an die Spitze des CAC 40. Händler verwiesen auf einen Bericht der „Financial Times“. Danach könnte Pinault-Printemps-Redoute (PPR) seinen 5-Prozent-Anteil auf 15 Prozent erhöhen und zusammen mit Arcelormittal ein Angebot für Vinci machen. Arcelor-Titel gaben um 3,55 Prozent auf 55,73 Euro ab.

Pernod Ricard gewannen 1,09 Prozent auf 158,70 Euro. Der Wein- und Spirituosenhändler hatte mit einem Umsatzplus von 6,9 Prozent auf 1,557 Mrd. Euro die Erwartungen der Analysten übertroffen. Michelin verloren 6,57 Prozent auf 91,09 Euro. Die Anleger straften die Titel für die schwachen Absatzzahlen im dritten Quartal ab, sagten Händler, außerdem strichen einige nach der jüngsten Kursentwicklung Gewinne ein. Die Aktien seien seit Anfang des Jahres um fast 30 Prozent gestiegen, sagte ein Börsianer.

Vallourec verloren 4,76 Prozent auf 201,58 Euro. Der französische Stahlröhrenhersteller will für 800 Mill. Dollar drei US-Unternehmen von Grant Prideco übernehmen.

Der französische Gaskonzern Gaz de France (GdF) ist im dritten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Nach einem Umsatzeinbruch in der ersten Jahreshälfte kletterten die Erlöse im abgelaufenen Quartal um 9,7 Prozent auf 4,35 Mrd. Euro. Die Aktien gaben dennoch nach. Zum Börsenschluss verloren GdF-Titel 1,37 Prozent auf 38,96 Euro.

In den Niederlanden gaben KPN 5,40 Prozent auf 12,62 Euro ab. Die deutsche Tochter E-Plus hatte dem niederländischen Telekomkonzern zu einem kleinen Ergebniszuwachs verholfen. Anleger zeigten sich allerdings nicht überzeugt.

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