Internationaler Aktienhandel
Europabörsen: US-Daten beenden Erholung

Belastet von negativ aufgenommenen US-Daten haben die wichtigsten europäischen Aktienindizes ihren Erholungsversuch am Freitag abgebrochen und schwächer geschlossen.

dpa-afx PARIS/LONDON. Belastet von negativ aufgenommenen US-Daten haben die wichtigsten europäischen Aktienindizes ihren Erholungsversuch am Freitag abgebrochen und schwächer geschlossen. Konjunkturzahlen aus den USA hatten eine Rekord-Sparquote ausgewiesen und das werteten Börsianer negativ, da die Verbraucher ihr Geld nicht in verstärkten Konsum, sondern in das Sparschwein steckten. Zuvor hatten die europäischen Märkte noch unter Führung der Banken zugelegt und waren der zunächst guten Vorgabe anderer Börsen gefolgt.

Der Eurostoxx 50 schloss 0,52 Prozent tiefer bei 2 389,91 Punkten in der Nähe seines Tagestiefstandes. Auf Wochensicht büßte der europäische Leitindex 1,85 Prozent ein. In Paris verlor der CAC-40-Index ohne einen klaren Branchentrend 1,05 Prozent auf 3 129,73 Zähler. Der Londoner Ftse 100 fiel mit Minenwerten unter den größten Verlierern schließlich um 0,27 Prozent auf 4 241,01 Zähler.

Die "Rote Laterne" im Eurostoxx hielten wie schon in den Vortagen die Aktien von Sanofi-Aventis mit minus 8,10 Prozent auf 40,85 Euro. Händlern zufolge drücken anhaltende Sorgen um die Sicherheit des Diabetesmittels Lantus auf die Stimmung. Hinzu komme aktuell eine Abstufung durch Morgan Stanley von "Overweight" auf "Equal-weight". Zudem wurden die Titel von der "Best Ideas"-Liste gestrichen. Auf Wochensicht haben die Aktien des Pharmakonzerns damit mehr als 15 Prozent an Wert verloren.

Der Finanzsektor, der an sieben der vergangenen elf Handelstage unter Druck geraten war, konnte seine Kursgewinne aus dem frühen Handel nicht halten und rutschte auf uneinheitliches Terrain ab. Aktien der spanischen Institute Banco Santander und Bbva hielten sich mit rund 0,78 und 0,46 Prozent im Plus, Unicredit zählten dagegen zum Handelsende mit minus 2,26 Prozent auf 1,7 700 Euro zu den größten Verlierern. Aegon profitierten im Finanzsektor von einer Hochstufung durch Morgan Stanley und gewannen 2,20 Prozent auf 4,223 Euro.

Rohstoffwerte hätten angesichts der wieder fallenden Metall- und Ölpreise neben den Pharmatiteln ebenfalls zu den Verlierern gezählt und die Indizes mit nach unten gezogen. Bei Total , die 0,08 Prozent auf 38,010 Euro verloren und Repsol-YPF mit minus 0,38 Prozent auf 15,80 Euro blieb der Minus noch begrenzt. Größere Abschläge mussten aber vor allem wegen dem fallenden Kupferpreis die Minenwerte in London hinnehmen: Die Aktien von Eurasian Natural büßten als einer der größten Verlierer im "Footsie" 1,95 Prozent auf 655,52 Pence ein, Anglo American fielen um 1,47 Prozent auf 1 819,75 Pence. Tullow Oil verbilligten sich um 0,75 Prozent auf 921,44 Pence.

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