Internationaler Aktienhandel
Europas Börsen folgen der Wall Street

Der freundlichen Kursentwicklung an der Wall Street folgend haben die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Montag im Plus geschlossen. Zum einen stützten Hoffnungen den Markt, dass der US-Regierungsplan für den Bankensektor keine Verstaatlichungen von Finanzinstituten vorsieht. Zum anderen sorgten gute Nachrichten von der britischen Großbank Barclays für gute Laune.

dpa-afx PARIS/LONDON. Der Eurostoxx 50 schloss 0,23 Prozent höher bei 2 348,95 Punkten. Der Londoner Ftse 100 stieg um 0,37 Prozent auf 4 307,61 Zähler und der Pariser CAC-40-Index gewann 0,39 Prozent auf 3 134,87 Zähler.

Die britische Großbank Barclays hatte sich 2008 trotz hoher Abschreibungen deutlich in den schwarzen Zahlen gehalten und, wie bereits Ende Januar angekündigt, die Erwartungen von Analysten übertroffen. Die Bank will in der zweiten Jahreshälfte ihre Dividendenzahlungen wieder aufnehmen. Börsianer werteten den höher als erwarteten Gewinn und die Aussage der Bank, kein weiteres Kapital mehr zu benötigen, positiv. David Buik, Marktanalyst bei Cantor Index in London, hob zudem den Ausblick auf 2009 hervor. Barclays-Aktien verteuerten sich an der "Footsie"-Spitze um 10,88 Prozent auf 116,25 Pence.

Auch andere Finanzwerte waren gefragt. So kletterten die Papiere der Unicredit um 5,27 Prozent auf 1,42 Euro und AXA-Titel rückten um 4,07 Prozent auf 13,69 Euro vor. Für Aktien der BNP Paribas gaben Anleger 1,26 Prozent mehr aus und bezahlten 29,42 Euro.

Autotitel trotzten unterdessen negativen Nachrichten aus Asien. Der japanische Renault-Partner Nissan Motor rechnet wegen der globalen Absatzkrise mit Milliardenverlusten und baut weltweit 20 000 Stellen ab. Händler verwiesen auf ein Unterstützungsprogramm für die Autobauer durch die französische Regierung im Volumen von sechs Mrd. Euro, dass die Titel der Autobauer beflügelt habe. Renault-Aktien legten an der CAC-Spitze 7,16 Prozent auf 17,82 Euro zu. Titel von PSA Peugeot Citroen verteuerten sich um 3,90 Prozent auf 15,19 Euro.

Aktien der Nyse Euronext rutschten nach Zahlen um 9,65 Prozent auf 16,20 Euro ab. Die Finanzkrise hatte beim Börsenbetreiber im vierten Quartal deutliche Spuren hinterlassen und auch aufgrund von Wertberichtigungen wurde ein Verlust von 5,06 Dollar je Aktie im vierten Quartal ausgewiesen. Ohne Sondereffekte wies Nyse Euronext einen Gewinn von 0,52 Dollar je Aktie aus - erwartet hatten Analysten allerdings 0,55 Dollar. Zudem kündigte die Börse an, Aktienrückkäufe vorerst auszusetzen.

Auch negative Analystenkommentare belasteten die Kurse einiger Papiere. So fielen die Aktien von British Sky Broadcasting (Bskyb) um 3,65 Prozent auf 468,25 Pence. Die Experten von Cazenove stuften die Titel des britischen Pay-TV-Senders auf "In-line" ab und verwiesen unter anderem auf die Kosten für die Übertragung der Premier League von der Saison 2010/2 011 an. Diese waren laut den Experten der Royal Bank of Scotland höher als von ihnen erwartet ausgefallen.

An der Börse in Oslo gaben die Papiere von Norsk Hydro 1,41 Prozent auf 27,90 Norwegische Kronen ab. Das Investmenthaus Fondsfinans hatte seine Einschätzung für die Papiere des Metall- und Energiekonzerns von "Buy" auf "Neutral" zurückgenommen. Analyst Kjetil Bakken begründete dies mit der stark gefallenen Nachfrage, die auf die Aluminiumpreise drücken dürfte.

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