Internationaler Aktienhandel
Europas Börsen: Überwiegend knapp behauptet

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Börsenindizes haben am Freitag überwiegend knapp behauptet geschlossen. Händler sprachen von Zurückhaltung unter den Anlegern vor dem Wochenende. Auch der leichtere Beginn der US-Börsen habe auf die Stimmung gedrückt.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 fiel um 0,21 Prozent auf 4 479,36 Zähler. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, gab um 0,28 Prozent auf 3 922,84 Punkte nach. Für den Euronext 100 ging es um 0,04 Prozent auf 1 061,79 Zähler nach unten. In Paris fiel der CAC 40 um 0,11 Prozent auf 6 023,25 Punkte. Der Londoner Ftse 100 sank um 0,43 Prozent auf 6 567,40 Punkte.

Aktien von Suez stürmten mit einem Aufschlag von 2,45 Prozent auf 41,85 Euro an die Spitze des Eurostoxx 50. Die kräftigen Kursgewinne von Electricite de France (EdF) hätten die Aufmerksamkeit der Anleger auf die französischen Versorgertitel gelenkt, sagten Händler. Zudem hätten Spekulationen über einem Zusammenschluss von Suez und Gaz de France am Markt kursiert. EdF-Papiere gewannen 3,11 Prozent auf 79,00 Euro, während Gaz-Anteilscheine um 0,98 Prozent auf 36,18 Euro zulegten.

Aktien von Unilever gewannen als zweitbester Indexwert 1,81 Prozent auf 22,50 Euro. Händler verwiesen auf Gerüchte, denen zufolge sich der US-Nahrungsmittelproudzent Kraft Foods in den niederländischen Konsumgüterkonzern einkaufe.

In Paris kletterten EADS- Papiere um 1,43 Prozent auf 24,10 Euro und waren damit einer der besten Werte im CAC 40. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern denkt an einen Verkauf seiner Beteiligung am französischen Flugzeugbauer Dassault . Eine solche Möglichkeit werde auf höchster Ebene besprochen, sagte der deutsche Co-Chef Tom Enders der "Financial Times". Ausgehend vom aktuellen Börsenwert ist der EADS-Anteil von 46 Prozent an Dassault laut Zeitung rund 3,5 Mrd. Euro wert. Der Konzern teilte jedoch umgehend mit, ein Dassault-Verkauf werde zur Zeit weder im EADS-Verwaltungsrat diskutiert noch stehe er auf dessen Agenda.

Anteilscheine von Arcelormittal verloren als schlechtester Indexwert 1,78 Prozent auf 48,12 Euro. Der Stahlkonzern wird seine Preise für Flachstahl in Europa im dritten Quartal nicht erhöhen. Zudem soll die Produktion um drei bis vier Prozent zurückgefahren werden, um die Lagerbestände zu reduzieren.

In London legten Tesco-Aktien um 2,07 Prozent auf 430,75 Pence zu und belegten damit den zweiten Platz im Ftse 100. Händler erklärten die Aufschläge mit einer Gegenreaktion auf die jüngsten Kursverluste der Papiere des britischen Einzelhändlers. Diese hatten in den vergangenen Tagen nach enttäuschenden Quartalszahlen fast fünf Prozent an Wert verloren. Dieser Abschlag sei übertrieben gewesen, sagte ein Händler.

Anteilscheine von Pearson gewannen 1,39 Prozent auf 836,0 Pence. Der britische Medienkonzern und General Electric (GE) hatten ihre Gespräche über ein mögliches Gebot für den US-Medienkonzern Dow Jones abgebrochen. Ein Zusammenschluss der "Financial Times" mit dem GE-Fernsehsender Cnbc ohne Dow Jones werde hingegen weiter geprüft.

Aktien von Enterprise Inns verloren als schwächster Wert im britischen Standardwerteindex 2,60 Prozent auf 674,0 Pence. Händler verwiesen auf den Start des Rauchverbots in englischen und walisischen Gaststätten am ersten Juli. Dies führe bei Investoren zu zunehmender Vorsicht bei Papieren von Pub-Betreibern. Zudem hatte Evolution Securities die Bewertung für Enterprise-Anteilscheine von Add" auf "Reduce" herunter gestuft.

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