Internationaler Aktienhandel
Für Osteuropabörsen geht es überwiegend abwärts

Die osteuropäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag ohne klare Richtung geschlossen. Während in Prag Gewinne verbucht wurden, kam es in Warschau und Budapest zu Verlusten.

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) - Die osteuropäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag ohne klare Richtung geschlossen. Während in Prag Gewinne verbucht wurden, kam es in Warschau und Budapest zu Verlusten.

Der Prager Leitindex PX legte um 0,27 Prozent auf 1 169,10 Punkte zu. An der Indexspitze fanden sich die Anteilsscheine der Erste Group Bank , die mit einem Aufschlag von 3,03 Prozent auf 33,68 Kronen aus dem Handel gingen. Am Markt verwies man auf europaweit feste Notierungen bei Banken- und Versicherungstiteln. Auch die Papiere der Vienna Insurance Group (ATX-Wert) legten vor diesem Hintergrund zu und rückten 2,66 Prozent auf 39,19 Kronen vor.

Die Anteilsscheine von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) fielen nach einem negativen Analystenkommentar um 2,51 Prozent auf 753,8 Kronen. Die Credit Suisse hatte das Kursziel für die Papiere des Stromerzeugers von 806,00 auf 745,00 Kronen gesenkt. Wie bekannt wurde, werde die Atomkraftanlage Temelin nach einer länger als erwarteten Schließung die Produktionsziele für 2010 verfehlen.

Der Warschauer Leitindex Wig-20 gab 0,07 Prozent auf 2 759,00 Punkte ab. Der breiter gefasste Wig-Index ging mit minus 0,19 Prozent bei 47 465,15 Punkten aus dem Handel.

Die Titel des Kupfergiganten Kghm Polska Miedz mussten nach einer sechstägigen Gewinnreihe erstmals wieder abgeben und gingen mit einem Minus von 1,19 Prozent auf 157,6 Zloty aus dem Handel. Am Vortag hatten die Papiere vom gestiegenen Kupferpreis in New York profitiert und vor diesem Hintergrund einen Rekordstand von 159,5 Zloty erreicht.

Aktien von Pgnig gingen mit einem Abschlag von 0,27 Prozent auf 3,71 Zloty aus dem Handel. Der Gasproduzent hatte die nationale Regulierungsbehörde gebeten, die Preise im ersten Quartal um vier Prozent reduzieren zu können. Das berichtete die Tageszeitung Rzeczpospolita in ihrer Online-Ausgabe ohne Angabe von Quellen.

Bereits zum vierten Mal in Folge mit einem positiven Vorzeichen aus dem Handel gehen konnten die Anteilsscheine von Polski Koncern Naftowy Orlen . Die Papiere von Polens größter Ölfirma notierten zum Handelsschluss mit einem Plus von 1,56 Prozent bei 48,95 Zloty. Ebenfalls einen Aufschlag verbuchten die Aktien von Grupa Lotos, die 3,35 Prozent auf 34,25 Zloty anzogen.

In Budapest verlor der Leitindex Bux 0,51 Prozent auf 21 640,00 Zähler. Unter den Schwergewichten notierten Richter Gedeon mit 44 000 Forint unverändert zum Vortag, nachdem sie von den Experten von Ipopema Securities mit einem Kursziel 45 000 Forint bewertet worden waren. Das Anlagevotum setzen die Experten mit "Hold" an. Die restlichen Schwergewichte zeigten sich demgegenüber mit durchgehend negativer Tendenz. Magyar Telekom gaben 0,74 Prozent auf 536 Forint ab, die Papiere von Magyar Olay es Gazipari (Mol) büßten 1,00 Prozent auf 19 800 Forint ein. Aktien der OTP Bank gingen mit einem kleinen Minus von 0,06 Prozent auf 5 327 Forint aus dem Handel.

Auch Egis-Titel mussten nach einem Analystenkommentar Verluste verbuchen. Zwar waren die Papiere des Pharmaunternehmens von den Ipopema-Securities-Experten mit "Buy" bewertet worden, dennoch gerieten sie in dem trüben Marktumfeld unter Abgabedruck und notierten zu Handelsschluss bei 20 200 Forint mit 0,98 Prozent im Minus. Das Kursziel legten die Analysten auf 23 300 Forint fest.

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