Internationaler Aktienhandel
Immobilienwerte heben Wiener Börse nach oben

Bei außergewöhnlich niedrigen Umsätzen startete der Wiener Aktienmarkt mit deutlichen Aufschlägen in die Woche. Zugewinne bei den Schwergewichten hoben den ATX von Börsenstart weg nach oben.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 56,2 Punkte oder 2,79 Prozent auf 2067,56 Einheiten. Die Kursgewinne fanden in einem freundlichen europäischen Umfeld statt. Die Unsicherheit an den Märkten bleibe jedoch weiterhin groß, sagte ein Teilnehmer.

AUA gerieten einen Tag vor Ablauf der Frist für verbindliche Offerte in den Fokus. Trotz der lauter gewordenen Appelle, den Verkauf vorerst abzublasen und der immer dramatischer werdenden Auswirkungen der Finanzkrise wird ins Privatisierungsprozedere bei der AUA unmittelbar vor Angebotsschluss nicht mehr eingegriffen. Morgen, Dienstag, Mittag müssen die verbindlichen Offerte einlangen, am Abend des 24. Oktober müssen die finalen Preisofferte nachgeliefert sein. Lufthansa ist weiter Favorit. Auch Air France hat, so sie ausreichend bietet, ihre Anhänger. AUA-Aktien kletterten an die Spitze des Kurszettels mit einem Aufschlag von 20,82 Prozent auf 4,70 Euro (580-629 Stück).

Unterdessen führt Skyeurope Verhandlungen über eine mögliche Kooperation mit der Flyholding S.p.A. Es handelt sich dabei um die Holdinggesellschaft von myair.com, einen italienischen Low Cost-Carrier. Ziel der möglichen strategischen Partnerschaft sei die Nutzung von operativen Synergien. Skyeurope zogen um 7,14 Prozent auf 0,30 Euro an .

Zu den gefragtesten Aktien gehörten die jüngst im Abverkauf stehenden Immobilienwerte Immofinanz und Immoeast. So gewannen Immofinanz 15,04 Prozent auf 1,30 Euro (3,855 264 Stück), und Immoeast legten um 12,61 Prozent auf 1,25 Euro zu (1,882 307 Stück).

Bei den Schwergewichten gab es nur Gewinner. Raiffeisen International verbesserten sich um 5,68 Prozent auf 27,0 Euro . Erste Group stiegen um 0,93 Prozent auf 21,80 Euro (1,241 565 Stück).

Voestalpine rückten in dem sehr festen Umfeld für Stahlwerte um 0,29 Prozent auf 17,02 Euro leicht vor (1,128 229 Stück), gaben jedoch den Großteil ihrer Verlaufsgewinne wieder ab. Telekom Austria verbesserten sich um 8,06 Prozent auf 11,0 Euro .

OMV berichtete eine im dritten Quartal leicht gestiegene Förderung. Die Referenz-Raffineriemarge verringerte sich von 6,76 auf 6,24 Dollar je Fass. OMV erhöhten sich leicht um 0,17 Prozent auf 23,04 Euro .

AvW Invest zeigten sich volatil. Die Papiere schlossen um 6,03 Prozent fester bei 34,99 Euro . Nach dem Bekanntwerden eines Liquiditätsengpasses und der Anzeige gegen einen Prokuristen wegen eigenmächtiger Wertpapier-Transaktionen am Freitag hat sich Vorstandschef Wolfgang Auer von Welsbach heute in einem offenen Brief direkt an die Anleger gewandt und sie "um etwas Geduld" gebeten. Der Konzern arbeitet an einem "Sanierungspaket".

Eine Anteils-Verpfändung an die Bank Austria wird von der Constantia Packaging vehement dementiert. "Wir wissen davon nichts", so Unternehmenssprecherin Veronika Zügel am Montag. Der "Standard" hatte berichtet, Christine de Castelbajac müsse ihre Anteile an der Constantia Packaging (81,7 Prozent, der Rest notiert an der Wiener Börse) an die Bank Austria verpfänden. Constantia Packaging notierten mit einem Plus von 6,54 Prozent auf 21,82 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%