Internationaler Aktienhandel
Konjunkturskepsis belastet Europas Börsen

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Montag, belastet von einer zurückgekehrten Konjunkturskepsis, mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der Eurostoxx 50 etwa rutschte um über zwei Prozent ab.

dpa-afx Paris/London "Das zuletzt verzeichnete Wachstum in Europa und Japan scheint wohl vor allem auf die Konjunkturpakete der Regierungen zurückzugehen", sagte Geschäftsführer Justin Urquhart Stewart von Seven Investment Management. Die Frage laute nun aber, ob das Wachstum auch tatsächlich von nachhaltiger Natur sei, ergänzte der Experte.

Der Eurostoxx 50 rutschte um 2,46 Prozent auf 2 603,79 Punkte ab. Der Pariser CAC-40-Index gab um 2,16 Prozent auf 3 419,69 Zähler nach. In London sank der Ftse 100 um 1,46 Prozent auf 4 645,01 Punkte.

Sämtliche Werte im Eurostoxx 50 endeten im Minus. Am heftigsten erwischte es konjunktursensible Werte und Finanz-Titel. So gaben Saint Gobain um 4,10 Prozent auf 28,645 Euro nach. Arcelormittal verloren 3,83 Prozent auf 23,830 Euro. Unter den Finanzwerten, bei denen sich im Eurostoxx 50 lediglich die deutschen Vertreter widerstandsfähig zeigten, rutschten Fortis um 7,02 Prozent auf 3,022 Euro ab. Intesa Sanpaolo verloren 4,10 Prozent auf 2,7 500 Euro.

In London sorgten sinkende Rohstoffpreise für besonders deutliche Abschläge bei den Minenwerten. So rutschten Anglo American als schwächster Wert im Ftse 100 um 5,55 Prozent auf 1 836 Britische Pence ab. Xstrata verloren 5,48 Prozent auf 742,0 Pence. Rio Tinto gaben 4,69 Prozent auf 2 241,75 Pence ab.

Als defensiv eingestufte Papiere wie Konsum- oder Pharmatitel hingegen verzeichneten nur leichte Verluste oder notierten sogar im Plus. Sanofi-Aventis gaben als einer der besten Werte im Eurostoxx 50 lediglich 1,15 Prozent auf 45,06 Euro ab. In London kletterten Shire Pharmaceuticals mit einem Aufschlag von 2,21 Prozent auf 1 002,68 Pence an die Ftse-100-Spitze.

In Stockholm verloren Hennes & Mauritz (H & M) 2,66 Prozent auf 403,0 000 Schwedische Kronen. Der Bekleidungshersteller hatte im Juli mit seinen Umsatzzahlen die Erwartungen des Marktes enttäuscht. Im Vergleich zur Konkurrenz gebe H & M weniger starke Preisabschläge, sagte ein Analyst. Dies sei zwar schlecht für die Umsätze, schone aber die Gewinn-Margen, gab der Experte zu bedenken.

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