Internationaler Aktienhandel
Märkte in Warschau und Budapest tendieren fest

Nach den Vortagsverlusten haben die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Warschau und Budapest konnten zulegen, während es in Prag leicht nach unten ging.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Nach den Vortagsverlusten haben die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Warschau und Budapest konnten zulegen, während es in Prag leicht nach unten ging.

Nach einer viertägigen Negativserie beendete an der Warschauer Börse der WIG-20 den Handelstag mit plus 1,41 Prozent bei 1 479,86 Zählern. Damit konnte das Börsenbarometer sich von seinem tiefsten Stand seit fünf Jahren leicht erholen. Der breiter gefasste WIG-Index gewann 0,98 Prozent auf 23 236,08 Punkte.

Die Gewinner am polnischen Markt wurden von den beiden Ölwerten Polski Koncern Naftowy Orlen und Lotos angeführt. Die Investoren spekulierten auf höhere Gewinne bei den beiden größten Raffinerieunternehmen Polens. Die Ölunternehmen würden keine so großen Abschreibungen auf ihre Öllager durchführen müssen, da der Ölpreis "nicht so stark" falle, sagte Peter Tordai, Analyst bei KBC Securities. Die Aktien von PKN Orlen konnten mit einem Aufschlag von 5,26 Prozent auf 20,80 Zloty zum ersten Mal in dieser Woche einen Kursgewinn verbuchen. Lotos schossen um 18,62 Prozent auf 8,60 Zloty hoch. Lotos-CEO Pawel Olechnowicz kündigte am Mittwoch an, das Unternehmen werde noch in diesem Jahr operativ in die Gewinnzone zurückkehren.

Der nahe einem Ein-Wochen-Hoch stehende Kupferpreis zog erneut Kghm Polska Miedz nach oben. Die Papiere des größten europäischen Kupferproduzenten rückten um 8,25 Prozent auf 31,50 Zloty vor.

Die Bankentitel zeigten sich uneinheitlich. So verteuerten sich Bank Pekao um 2,21 Prozent auf 97,10 Zloty. PKO Bank gaben hingegen nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung Ende 2009 um 0,41 Prozent auf 24,40 Zloty nach.

Die Prager Börse schloss mit leichteren Notierungen. Der Leitindex PX gab um 0,43 Prozent auf 749,40 Punkte nach. Zu den meistgehandelten Aktien gehörten die Titel der Erste Bank , die um 0,8 Prozent auf 319 tschechische Kronen zulegten. Die Papiere führten die Gewinner bei den tschechischen Bankenaktien an. Aktien von Komercni Banka, der tschechischen Tochter der Societe Generale , verbesserten sich um 0,7 Prozent auf 2 305 Kronen.

Unipetrol belasteten hingegen mit einem Abschlag von 4,7 Prozent auf 117,5 Kronen den Gesamtmarkt. Der Ölwert verbuchte den größten Kursverlust der vergangenen beiden Wochen nach der Ankündigung, im vierten Quartal möglicherweise einen operativen Verlust zu verbuchen. Das Unternehmen kündigte auch an, auf ein Aktienrückkaufprogramm zu verzichten.

In Budapest stieg der BUX um 1,47 Prozent auf 11 890,71 Punkte. Das positive internationale Sentiment hat Akos Herczenik von der Raiffeisen Bank zufolge den ungarischen Leitindex beflügelt. Die positiven US-Daten vom Nachmittag gaben einen Schub nach oben. Nun würden die Investoren auf die US-Arbeitsmarktstatistik am Freitag warten, hieß es.

Die Schwergewichte schlossen allesamt in der Gewinnzone und hievten den BUX nach oben. Aus dem Finanzbereich verteuerten sich OTP Bank um 1,72 Prozent auf 2 360 Forint. Magyar Olay es Gazipari (Mol) rückten um 0,10 Prozent auf 9 600 Forint vor und Magyar Telekom kletterten 1,76 Prozent auf 578 Forint. Die Aktien von Richter Gedeon konnten um 2,68 Prozent auf 28 750 Forint zulegen.

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