Internationaler Aktienhandel
Marktumfeld bedrückt Osteuropas Börsen

Die osteuropäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag dem schwachen internationalen Marktumfeld Tribut zollen müssen und mit Verlusten geschlossen. Europaweit standen die Leitindizes angesichts schwacher Quartalszahlen großer Unternehmen wie Nokia sowie aus den USA Goldman Sachs und Citigroup unter Druck.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Auch die Aktienmärkte in Zentral- und Osteuropa mussten Abschläge hinnehmen. In Warschau wurden vor allem Bankenwerte von den Investoren gemieden.

In Warschau sank der WIG-20 um 1,15 Prozent auf 2 276,10 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index gab um 0,89 Prozent auf 38 626,43 Punkte nach. Das Handelsvolumen betrug 1,7 (zuletzt: 2,29) Mrd. Zloty.

Die Titel der Indexschwergewichte Bank Pekao (minus 3,5 Prozent auf 165 Zloty) und PKO (minus 0,9 Prozent auf 32,90 Zloty) verloren an Terrain. Auch BRE Bank gingen mit einem Minus von 1,8 Prozent bei 274,90 aus dem Handel.

Gegen den Trend gut gesucht präsentierten sich die Aktien des Kupfergiganten Kghm Polska Miedz , die um 1,2 Prozent auf 94,80 Zloty zulegten. Der Kupferpreis war gestiegen, nachdem die weltgrößte Importnation China die Kupfereinfuhren im September überraschend erhöht hatte.

An der Prager Börse gab der tschechische Leitindex PX 1,22 Prozent auf 1 162,20 Punkte ab. Es wurden Aktien im Wert von 3,18 (zuletzt: 2,51) Mrd. tschechischen Kronen gehandelt.

In den Fokus rückten die Papiere der Medienanstalt Central European Media Enterprises (Cetv), die um 11,98 Prozent auf 440 Kronen einbrachen. Der Betreiber von Fernsehstationen in Zentral- und Osteuropa erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 60 und 70 Mill. Dollar. 2008 wurde noch ein Ebitda von 345,7 Milionen Dollar erwirtschaftet. Analysten hatten für 2009 mit einem Betriebsgewinn von 125 Mill. Euro gerechnet.

Der Vorstand des Ölkonzerns Unipetrol gab bekannt, dass das dritte Quartal moderate Verbesserungen bei den Raffinerie- und Petrochemiemargen gebracht habe. Der laufende Monat Oktober sei nun entscheidend, ob sich das Wachstum stabilisieren werde. Die Aktien gaben um 0,83 Prozent auf 139,80 Kronen nach.

Unter den Finanzwerten konnten Vienna Insurance Group (VIG) um 3,47 Prozent auf 1 103 Kronen vorrücken. Erste Group Bank schlossen unverändert zum Vortagesschluss bei 785 Kronen und Komercni Banka verbilligten sich um 0,55 Prozent auf 3 800 Kronen.

In Budapest büßte der BUX vergleichsweise moderate 0,45 Prozent auf 21 268,92 Punkte ein. Insgesamt wurden Aktien für 33,9 (Vortag: 38,68) Mrd. Forint gehandelt.

Bei den Indexschwergewichten sorgten Analystenkommentare für Kursimpulse. Die Wertpapierspezialisten von Moragn Stanley hatten die Anlageempfehlung für die Aktien der OTP Bank von "Underweight" auf "Equal-weight" hochgenommen. OTP schlossen um 0,16 Prozent fester bei 5 689 Forint.

Die Aktienexperten von Nomura International senkten ihr Anlagevotum für die Titel der Magyar Telekom von "Buy" auf "Neutral". Die Anteilsscheine der Tochter der Deutschen Telekom rutschten um 2,34 Prozent auf 835 Forint ab. Die anderen beiden BUX-Schwergewichte schlossen uneinheitlich. Während Richter Gedeon um 2,04 Prozent auf 40 000 Forint vorrückten, fielen Magyar Olay es Gazipari (Mol) um 2,19 Prozent auf 15 850 Forint.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%