Internationaler Aktienhandel
Mehrheitlich Verluste an osteuropäischen Börsen

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Montag mehrheitlich Verluste hinnehmen müssen. Lediglich Budapest stemmte sich mit kaum veränderten Schlussnotierungen gegen den schwachen weltweiten Trend. Für den negativen Wochenstart sorgten die Kursverluste an den internationalen Leitbörsen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Warschau ging der WIG-20 mit Abschlägen von 0,79 Prozent auf 1 824,55 Zähler aus dem Handel. Der breiter gefasste WIG-Index verlor ebenfalls 0,79 Prozent auf 29 463,99 Punkte. Das Handelsvolumen betrug 1,3 (zuletzt: 1,5) Mrd. Zloty.

Erneut rückten Bank Millennium in den Fokus der Anleger. Das Finanzhaus veröffentlichte am Freitag enttäuschende Quartalszahlen. Die Analysten von Wood werden ihre Anlageempfehlung "Hold" und die Ergebnisschätzungen überarbeiten. Die Aktien sackten um weitere 5,10 Prozent auf 2,42 Zloty ab, nachdem die Titel bereits am Freitag um mehr als fünf Prozent abgerutscht waren.

Am Mittwoch wird Asseco Poland über das Auftaktquartal berichten. Die Asseco-Papiere präsentierten sich zum Wochenauftakt bei 51 Zloty unverändert.

An der Prager Börse gab es deutliche Verluste, nachdem am Freitag feiertagsbedingt nicht gehandelt worden war. Der Leitindex PX sank um 2,01 Prozent auf 962,90 Punkte. Es wurden Aktien im Wert von 2,19 (zuletzt: 2,97) Mrd. tschechischen Kronen gehandelt.

Zur Komercni Banka meldeten sich die Analysten von Wood zu Wort. Die Bankaktie startete ungeachtet einer positiven Analysteneinschätzung mit einem Minus von 3,51 Prozent auf 2 779,00 Kronen in die neue Woche. Die Wood-Experten erhöhten ihre Prognosen für das Jahr 2009 um 15 Prozent.

Die Papiere des Wettbewerbers Erste Group Bank verteuerten sich hingegen um 0,80 Prozent auf 556,00 Kronen. Die Aktien des Energieversorger Ceske Energeticke Zavody (CEZ) fielen indes in einem schwachen internationalen Umfeld nach gesunkenen Ölpreisen um zwei Prozent auf 857,60 Kronen. Unipetrol rutschten um fast fünf Prozent auf 138,80 Kronen ab.

In Budapest stieg der Leitindex BUX um marginale 0,01 Prozent oder 1,44 Zähler auf 14 359,52 Zähler. Der Umsatz betrug 20,92 (zuletzt: 16,56) Mrd. Forint. Hier drückten die Verluste an den internationalen Leitbörsen nur wenig auf die Aktienkurse.

Von Unternehmensseite rückte Richter Gedeon mit der Vorlage von Erstquartalszahlen in den Blickpunkt der Investoren. Das Pharmaunternehmen erzielte in den ersten drei Monaten 2009 ein Nettoergebnis von 21,572 Mill. Forint und übertraf damit die Erwartungen der Analysten um etwa 20 Prozent. Die Aktie startete mit einem Plus von 0,94 Prozent auf 11 820 Forint in die neue Börsenwoche.

Ungeachtet gesunkener Rohölpreise und einer schwachen Branchenstimmung in Europa konnten Titel von Magyar Olay es Gazipari (Mol) um 0,42 Prozent auf 11 820 Forint zulegen. In verschiedene Richtungen bewegten sich die Aktien von Banken. Während FHB Land Credit & Mortgage Bank um 2,89 Prozent auf 710 Forint zulegen konnten, mussten OTP Bank ein kleines Minus von 0,93 Prozent auf 3 081 Forint hinnehmen.

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