Internationaler Aktienhandel
Moderates Plus an der Züricher Börse

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag mit moderaten Gewinnen geschlossen. Vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen 2008 durch die Großbanken herrsche gespanntes Warten, hieß es am Markt. Ferner müsse sich noch zeigen, wie die neue Lösung für die angeschlagenen US-Geldinstitute aussehe. Entsprechend standen die Finanzwerte im Fokus.

dpa-afx ZÜRICH. Finanzwerte standen im Fokus des Schweizer Aktienmarktes sowie OC Oerlikon nach neuen Spekulationen über eine Zusammenführung des Technologiekonzerns mit der Industriegruppe Sulzer. Der Leitindex SMI wechselte nach einem schwachen Start mehrfach die Vorzeichen und bewegte sich im Tagesverlauf in einer Bandbreite von gut 100 Punkten. Am Nachmittag sorgte die Entwicklung an der Wall Street zunächst für negative Stimmung. Händler verwiesen auf die Verschiebung des US-Regierungsplans für den Bankensektor auf Dienstag sowie auf belastende Konjunkturdaten. Gemäß der Forschungsorganisation Conference Board ist der US-Arbeitsmarkt im Januar weiter eingebrochen. Später zogen die Kurse in den USA wieder an, was auch den Aktienmarkt der Eidgenossen stützte.

Der SMI legte 35,41 Punkte beziehungsweise 0,69 Prozent auf 5 158,50 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) rückte 0,35 Prozent auf 744,15 Punkte vor und der breite SPI 0,60 Prozent auf 4 289,79 Punkte.

Die größten Gewinne im SMI verbuchten OC Oerlikon mit einem Plus von 9,1 Prozent auf 36 Schweizer Franken. Händler verwiesen auf Spekulationen, wonach eine Verschmelzung des Konzerns mit Sulzer weiterhin denkbar ist. Viktor Vekselberg hält an beiden Unternehmen namhafte Beteiligungen, zudem läuft ein Stillhalteabkommen des russischen Oligarchen mit Sulzer in wenigen Wochen aus.

Die Anleger blickten daneben auf die Finanztitel, insbesondere auf die Großbanken. Dabei schlossen UBS mit Minus 0,6 Prozent auf 12,90 Franken vor den Jahresresultaten am Dienstag nach einem Auf und Ab negativ. Credit Suisse mit minus 5,1 Prozent auf 30,88 Franken trugen vor den Zahlen am Mittwoch ebenfalls rote Vorzeichen und waren damit Index-Schlusslicht. Am Markt wird mit einem Verlust von 20 Mrd. Franken für die UBS sowie mit fünf bis zehn Mrd. Franken für die Credit Suisse gerechnet.

Julius Bär konnten sich nach einem Tagestief von 28,40 Franken mit letztlich 0,3 Prozent auf 30,08 Franken ins Plus hieven. Ende vergangener Woche hatte das Bekanntwerden eines anonymen Schreibens an die Bankenaufsicht für Wirbel gesorgt und für zeitweise Verluste von mehr als 40 Prozent gesorgt. Dem Institut wurde vorgeworfen, die Bilanz geschönt zu haben. Im Anschluss an die Ergebnispublikation vom Freitag hatten zudem mehrere Analysten das Kursziel gesenkt.

Deutlich erholt zeigten sich ZFS , die nach Verlusten von mehr als sieben Prozent in der Vorwoche 5,7 Prozent auf 205 Franken zulegten. Swiss Re verloren dagegen minus 0,5 Prozent auf 18,50 Franken nach einem frühen Tageshoch mit 20 Franken kontinuierlich. In der Vorwoche hatten die Titel nach einem Milliardenverlust und einer Kapitalerhöhung knapp 40 Prozent eingebüßt. Auch Swiss Life Holding mit Minus 2,3 Prozent auf 59,50 Franken und Baloise mit Minus 0,5 Prozent auf 78,30 Franken schlossen leichter.

Die defensiven Werte gingen fester aus dem Handel, vor allem Roche Holding konnte 2,3 Prozent auf 148,60 Franken zulegen. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) hatte eine Trading-Kaufempfehlung für die Titel mit Kursziel 155,40 Franken abgegeben, zudem hatten die Papiere in der Vorwoche 11,1 Prozent verloren. Die übrigen Index-Schwergewichte Novartis mit plus 0,2 Prozent auf 49,12 Franken und Nestle mit plus 0,3 Prozent auf 38,30 Franken legten moderater zu.

ABB mit Plus 2,4 Prozent auf 16,85 Franken rückten vor dem für Donnerstag erwarteten Zahlen vor und Holcim mit einem Gewinn von 3,7 Prozent auf 53,85 Franken zeigten sich dank einer Kaufempfehlung der ZKB von ihrer Schwäche im frühen Handel erholt. In der ersten Handelsstunde standen die Papiere nach einem verhaltenen Ausblick des Mitbewerbers Heidelbergcement unter Druck.

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