Internationaler Aktienhandel
Negative US-Vorgaben belasten Asien-Börsen

Negative Vorgaben aus den USA verbunden mit Sorgen um eine weltweite Konjunkturabkühlung haben an den Börsen in Asien am Dienstag für Verluste gesorgt. Besonders Finanztitel gehörten zu den Verlierern. Viele exportabhängige Unternehmen gaben trotz eines weiter zulegenden Dollars ebenfalls nach.

HB TOKIO/HONGKONG. Darüber hinaus drückte der wieder etwas anziehende Ölpreis auf die Stimmung. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent nach auf 12 778 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 0,8 Prozent auf 1229 Zähler. Auch Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten tiefer.

In New York hatte der Dow-Jones-Index 2,1 Prozent nachgegeben. Der S&P-500 verlor knapp zwei Prozent, der Nasdaq-Composite ebenfalls zwei Prozent. Eine südkoreanische Regulierungsbehörde hatte Bedenken zur Absicht der staatlichen Korea Development Bank (KDB) geäußert, sich eventuell an der US-Investmentbank Lehman Brothers zu beteiligen. Ein möglicher Einstieg der KDB hatte die Aktien am Freitag beflügelt.

Insbesondere Finanzaktien verzeichneten daraufhin Verluste. Mitsubishi UFJ Financial verloren 1,3 Prozent. Sumitomo Mitsui Group gab 1,5 Prozent nach. "Sorgen über die Kreditkrise sowohl in den USA als auch in Japan sind nach wie vor groß", sagte Analyst Yukio Takahashi von Shinko Securities. "Die Stimmung am Markt ist schon so frostig wie im Herbst", sagte sein Kollege Yutaka Miura.

Die Sorge um ein Abkühlen der Weltwirtschaft zog in Tokio auch exportabhängige Firmen ins Minus. Der Elektronikkonzern Sony verlor 1,6 Prozent, Druckerhersteller Canon ein Prozent. Der Fanuc-Konzern, der Roboter für die Industrie herstellt, gab 1,8 Prozent nach. Die Papiere des Bauunternehmens Asahi Homes stürzten um 27,6 Prozent ein, nachdem sein Hauptaktionär Konkurs angemeldet hatte.

Der Dollar legte unterdessen weiter zu. Im Vergleich zum Euro stieg er zwischenzeitlich auf ein Sechs-Monats-Hoch. Zu Börsenschluss in Tokio lag die europäische Währung mit 1,4685 nur minimal über ihrem Tief von 1,4630 aus der vergangenen Woche. Zur japanischen Währung notierte der Dollar ebenfalls stärker und wurde mit 109,62 Yen gehandelt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%