Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen: Abwärts, wie alle anderen auch

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Freitag im Einklang mit den anderen europäischen Aktienmärkten Verluste verzeichnet. Eine deutlich stärker als erwartet gestiegene Arbeitslosenquote in den USA drückte die Notierungen ins Minus.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Freitag im Einklang mit den anderen europäischen Aktienmärkten Verluste verzeichnet. Eine deutlich stärker als erwartet gestiegene Arbeitslosenquote in den USA drückte die Notierungen ins Minus. Auch ein erneut gestiegener Ölpreis erwies sich als Belastungsfaktor.

In Warschau gab der Leitindex WIG-20 um 0,85 Prozent auf 2 864,57 Zähler nach - bis zum US-Arbeitsmarktbericht hatte er sich relativ stabil mit einem leichten Abwärtstrend gehalten. Der breiter gefasste WIG-Index fiel um 0,61 Prozent auf 45 819,40 Punkte.

Die zwei polnischen Großbanken zählten zu den größten Verlierern. So büßten PKO BP 1,5 Prozent auf 48,00 Zloty ein, während Bank Pekao um 1,4 Prozent auf 185,10 Zloty fielen. Im Gegenzug konnten Papiere der BZ WBK jedoch um 1,0 Prozent auf 166,60 Zloty zulegen. Bank BPH sprangen um 4,8 Prozent auf 78 Zloty hoch. Die polnische Finanzaufsichtsbehörde KNF genehmigte der General-Electric-Tochter GE Money die Übernahme von Teilen der Bank. Verkäufer der rund 200 polnischen Filialen ist die italienische Unicredit .

Aktien der Polski Koncern Naftowy Orlen konnten vom wieder stark gestiegenen Ölpreis nicht profitieren und verloren 0,7 Prozent auf 40,22 Zloty. Pgnig notierten unverändert bei 3,86 Zloty. Das Biotechnologie-Unternehmen Bioton gab bekannt, seinen Anteil an HTL-Strefa nicht veräußern zu wollen. Das Unternehmen stellt Sicherheitslanzetten zur Blutprobenentnahme her. Papiere von Bioton fielen um 2,7 Prozent auf 0,71 Zloty.

Die Analysten von JP Morgan bestätigten am Freitag ihr Anlagevotum "Neutral" für die Papiere der TP SA. Die Handelsspanne wurde bei 20 bis 24,5 Zloty belassen. TP SA verloren 0,8 Prozent auf 20,74 Zloty.

In Prag ging es für den Leitindex PX um 1,31 Prozent auf 1 632,60 Zähler nach unten. Tagesgewinner waren Aktien des Raffinerie- und Chemieunternehmens Unipetrol mit einem Plus von 2,95 Prozent auf 279,30 Kronen. Dahinter fanden sich die Papiere des Kohleförderers New World Resources (NWR) mit einem Plus von 1,64 Prozent auf 533,40 Kronen. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) legten leicht um 0,15 Prozent auf 1 313 Kronen zu. Die Experten von Wood & Company hatten am Freitag ihr Kursziel für die Papiere des Stromversorgers auf 1 530 Kronen erhöht und die Empfehlung "Buy" ausgegeben. CEZ ist laut den Analysten perfekt positioniert, um von steigenden Energiepreisen zu profitieren.

Als Schlusslicht im PX präsentierten sich Erste Bank mit einem Verlust von 3,28 Prozent auf 1 121 Kronen. Komercni Banka büßten 1,71 Prozent auf 4 133 Kronen ein.

An der Budapester Börse schloss der Leitindex BUX 1,43 Prozent tiefer bei 21 977, 58 Zählern. Phylaxia Pharma konnten sich nach den Vortagsverlusten mit 5,26 Prozent auf 20 Forint an die Indexspitze katapultieren. Die ungarische Regierung hatte eine Tochter von Phylaxia auf die Liste der erfolgreichsten Kleinunternehmen Ungarns gesetzt. Dagegen fanden sich Synergon Informatika mit einem Minus von 7,71 Prozent auf 1 029 Forint am Ende des Leitindex.

Allami Nyomda legten um 2,18 Prozent auf 11 240 Forint zu. Das Druckereiunternehmen gab bekannt, 2 141 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 11 000 Forint zurückgekauft zu haben. Das Unternehmen hält nun 15 238 eigene Aktien. Papiere von Magyar Olay es Gazipari (Mol) konnten vom erneut stark gestiegenen Ölpreis nicht profitieren und verloren 1,76 Prozent auf 22 300 Forint.

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