Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen: Budapest gegen Trend im Minus

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch nur zum Teil die deutliche Erholung im übrigen Europa mitgemacht. Während die Indizes in Warschau und Prag sehr fest schlossen, beendete die Budapester Börse den Tag mit deutlichen Abschlägen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Mittwoch nur zum Teil die deutliche Erholung im übrigen Europa mitgemacht. Während die Indizes in Warschau und Prag sehr fest schlossen, beendete die Budapester Börse den Tag mit deutlichen Abschlägen.

Der Warschauer Leitindex WIG-20 stieg um 4,23 Prozent auf 1 461,22 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index kletterte um 3,28 Prozent auf 22 719,61 Punkte.

Im Mittelpunkt des Handelsgeschehens standen die Titel des Kupferriesen Kghm Polska Miedz . Mit der Aussicht auf eine konjunkturelle Nachfragebelebung aus China zogen die Preise für Rohöl und Industriemetalle am Mittwoch deutlich an. Der chinesische Einkaufsmanagerindex stieg bereits das dritte Mal in Folge und liegt nur noch knapp unter der Wachstumsgrenze. China ist der weltgrößte Kupferverbraucher. In diesem Umfeld zeigten sich Kghm sehr gut gesucht und kletterten um 12,8 Prozent auf 41,75 Zloty. Die Aktien der Getin Holding stiegen um 3,9 Prozent auf 3,18 Zloty. Das Unternehmen wird den Aktionären vorschlagen, das Aktienrückkaufprogramm von ursprünglich vier Mill. auf bis zu 50 Mill. Anteilsscheine auszuweiten.

Die einzigen Titel im WIG-20 mit negativem Vorzeichen waren Pgnig. Sie gaben um 1,4 Prozent auf 3,49 Zloty nach. Die Analysten der Unicredit hatten das Kursziel um 17 Prozent auf 3,5 Zloty gekappt.

In Prag schloss der Leitindex PX mit plus 2,44 Prozent auf 646,40 Punkte. Kein einziger PX-Titel verzeichnete Verluste. Per 23. März gibt es mehrere Änderungen bezüglich der Indexgewichtung. Demnach verlieren die tschechischen Bankenwerte deutlich an Gewicht, während einige der kleineren Unternehmen schwerer gewichtet werden. Erste Group wird zukünftig mit 14,2 statt 20,8 Prozent im Index gewichtet werden, Komercni Banka mit 13,2 statt 17,1 Prozent. Telefonica O2 wird demnach mit 25 statt 21 Prozent gewichtet sein, Zentiva mit 8,6 statt 6,1 Prozent und Vienna Insurance Group mit 2,1 statt 0,5 Prozent.

Die Titel des Gebrauchtwagenhandels AAA Auto fallen ganz aus dem Leitindex. Sie würden den Mindestanforderungen für Liquidität und Marktkapitalisierung nicht mehr entsprechen, hieß es. Die im PX enthaltenen Titel müssen zumindest ein tägliches Volumen von zwei Milionen Kronen und eine Marktkapitalisierung von 500 Mill. Kronen aufweisen. Das nun zusammen mit Telefonica O2 größte Indexschwergewicht bleibt der Energieriese Ceske Energeticke Zavody (CEZ) mit 25 Prozent Gewicht.

Die CEZ-Aktien standen erneut im Fokus der Anleger. Die Wertpapierspezialisten der Citigroup hatten die Aktie mit einem Kursziel von 850 Kronen zum Kauf empfohlen. CEZ stiegen um 2,32 Prozent auf 658,30 Kronen. Unipetrol gewannen bei steigendem Ölpreis leichte 0,31 Prozent auf 113,95 Kronen.

Zu den größten Gewinnern an der Prager Börse zählten die Aktien der Banken. Erste Group kletterten an der Indexspitze um 5,69 Prozent auf 217,50 Kronen, Komercni Banka verteuerten sich um 2,80 Prozent auf 1 617 Kronen.

Die Budapester Börse ging entgegen dem europäischen Trend mit tieferen Notierungen aus dem Handel. Der Leitindex BUX büßte 2,43 Prozent auf 10 033,60 Zähler ein. Alle Indexschwergewichte schlossen einheitlich mit negativen Vorzeichen.

OTP Bank gaben um 2,49 Prozent auf 1 487 Forint nach und Richter Gedeon verbilligten sich um 2,85 Prozent auf 23 810 Forint. Magyar Telekom verloren 1,43 Prozent auf 548 Forint. Magyar Olay es Gazipari (Mol) schlossen gar um 3,06 Prozent schwächer bei 9 015 Forint. Die Analysten von Morgan Stanley hatten die Titel des Ölkonzerns mit dem Anlagevotum "Equal-weight" und einem Kursziel von 11 000 Forint eingestuft.

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