Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen: Deutlich ins Minus gerutscht

In Osteuropa sind die wichtigsten Börsen am Mittwoch analog zu den übrigen europäischen Aktienmärkten deutlich ins Minus gerutscht.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Osteuropa sind die wichtigsten Börsen am Mittwoch analog zu den übrigen europäischen Aktienmärkten deutlich ins Minus gerutscht. Die Lage an Osteuropas Börsen sei generell schlecht, eine Unterscheidung zwischen den Sektoren sei nicht auszumachen, sagte Peter Bodis, Osteuropa-Experte bei Pioneer Investments. Am Vortag hatten die osteuropäischen Börsen noch hohe Kursgewinne verbucht.

In Warschau fiel der WIG-20 um 6,29 Prozent auf 1966,42 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index verlor 5,37 Prozent auf 30 997,31 Punkte. Die Titel des Finanzdienstleisters Getin verzeichneten den größten Kursabschlag mit 13,63 Prozent auf 6,59 Zloty. Getin Holding hatte rund 900 000 eigene Aktien in einem Rückkaufprogramm erworben, was einem Anteil von 0,13 Prozent am Gesamtkapital entspricht.

BRE Bank folgten Getin mit einem Verlust von 13,29 Prozent auf 208,10 Zloty. Die am aktivsten gehandelten Aktien der PKO Bank verloren 9,78 Prozent auf 32,30 Zloty. PKO Bank setzte temporäre Höchstgrenzen für Hypothekenkredite in Schweizer Franken fest. Aktien des Kupferproduzenten Kghm Polska schlossen ebenfalls am unteren Ende des Kurszettels mit minus 11,71 Prozent bei 29,40 Zloty.

An der Prager Börse büßte der Leitindex PX nach dem Aufwärtstrend der Vortage deutliche 7,95 Prozent auf 998,8 Zähler ein. Anteilsscheine des tschechischen Autoherstellers AAA hielten die rote Laterne mit minus 14,92 Prozent auf 10,95 Kronen. Für das nächste Jahr ist eine Erweiterung des Betriebsstättennetzes nach Russland geplant. Orco Property Group verloren 14,57 Prozent auf 319,50 Kronen. Titel des Immobilienentwicklers ECM schlossen 13,33 Prozent schwächer bei 316 Kronen.

Die Aktien des Energieunternehmens Ceske Energeticke Zavody (CEZ) verbuchten Verluste von 11,28 Prozent auf 825,50 Kronen. Aufgrund von Widerstand seitens der Anrainer wird CEZ die Anzahl an Windmühlen, welche zum Bau in Westböhmen geplant waren, von 13 auf acht verringern müssen.

Der Öl- und Gasförderer Unipetrol beabsichtigt einen Minderheiten-Sqeeze-out in Paramo zu einem Preis von 977 Kronen je Aktie. Ende August hatte sich Unipetrol mit Polski Koncern Naftowy Orlen über den Verkauf des Orlen-Anteils an Paramo geeinigt. Die Kosten belaufen sich auf 107 Mill. Kronen oder 0,35 Prozent der Unipetrol Unipetrol-Marktkapitalisierung. schlossen mit einem Kursabschlag von 6,01 Prozent bei 161,20 Kronen.

New World Resources fielen um 13,21 Prozent auf 167,50 Kronen. Erste Bank schlossen mit minus 10,04 Prozent bei 652,50 Kronen. Vienna Insurance Group verloren ebenfalls und gingen 10,22 Prozent tiefer bei 592,10 Kronen aus dem Handel.

Der Budapester BUX fiel um 11,88 Prozent auf 14 484,10 Zähler. Die ungarische Währung Forint notierte weiterhin schwach. Alle Blue-Chips im ungarischen Leitindex notierten zu Handelsende negativ.

Nachdem OTP Bank am Vortag starke Kursgewinne verzeichnet hatten, verloren die Anteilsscheine des Finanzinstituts 14,97 Prozent auf 3 784 Forint. Sie verbuchten das größte Handelsvolumen an der Budapester Börse. In den letzten zwei Wochen versuchte OTP, dem Kursverfall mit einem Aktienrückkaufprogramm entgegenzusteuern. OTP erwarb 4,3 Mill. Euro an eigenen Aktien, was einem Eigenkapitalanteil von 1,53% entspricht.

Magyar Olay es Gazipari (Mol) schlossen mit einem Abschlag von 14,97 Prozent auf 11,895. Aktien der Warenhauskette Fotex Reszvenytarsasag verloren 14,90 Prozent auf 370 Forint. Die Pläne von AAA Auto zur Eröffnung dreier neuer Betriebsstätten in Russland nehmen konkretere Gestalt an. Die Anteilsscheine des Autoherstellers stürzten um 13,04 Prozent auf 100 Forint ab. Richter Richter Gedeon verloren 6,92 Prozent auf 29 990 Forint.

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