Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen: Deutliche Erholung

Die Börsen in Osteuropa haben sich am Freitag freundlich ins Wochenende verabschiedet. Besonders in Budapest konnten sich die Titel von ihren herben Verlusten etwas erholen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Börsen in Osteuropa haben sich am Freitag freundlich ins Wochenende verabschiedet. Besonders in Budapest konnten sich die Titel von ihren herben Verlusten etwas erholen.

Der Leitindex BUX kletterte um 2,99 Prozent auf 9 880,37 Punkte. Was die Aktienmarktentwicklung betrifft, gehen die Analysten von Raiffeisen Research von einer weiterhin angespannten Situation aus und sehen noch keine nachhaltige Trendumkehr. Kleinere Erholungen seien aber jederzeit möglich, schreiben die Experten in ihrer Wochenbetrachtung.

Unter den Einzelwerten zogen OTP Bank mit plus 11,29 Prozent auf 1 508 Forint die Aufmerksamkeit auf sich. Am Donnerstag waren die Titel jedoch fast neun Prozent abgerutscht. Die Aktien des Wettbewerbers FHB Land Credit & Mortgage Bank konnten leicht um 0,60 Prozent auf 503 Forint zulegen. Nur wenig Veränderung zeigte das Schwergewicht Mol . Die Aktien des Ölunternehmens stiegen um 0,29 Prozent auf 8 590 Forint.

Auch in Warschau gab es Gewinne. Der Leitindex WIG-20 gewann 2,19 Prozent auf 1 476,46 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index stieg um 1,78 Prozent auf 22 948,31 Punkte. Kghm Polska Miedz profitierte vor allem durch den Kupferpreisanstieg, wobei China mit ihren sogenannten "strategischen Käufen" von Rohstoffen den maßgeblichen Faktor darstellt. Für die weitere Entwicklung bleiben die Wertpapierspezialisten aber trotz der kurzfristigen Abkopplung des polnischen Bankensektors vorerst skeptisch. Die Kghm-Papiere setzten ihren Höhenflug fort und legten 3,99 Prozent auf 43,57 Zloty zu.

Die Bankenwerte gingen einheitlich deutlich höher aus dem Handel. Bank Polski (PKO) erhöhten sich 3,44 Prozent auf 20,91 Zloty und Pekao 4,47 Prozent auf 82,90 Zloty. Bank BRE-Aktien schlossen mit einem Aufschlag von 5,14 Prozent auf 108,50 Zloty. Die Werte der Bank Zachodni zogen um 5,0 Prozent auf 73,50 Zloty an. Spaniens größtes Finanzinstitut Santander ist einem Zeitungsbericht zufolge am polnischen Bankgeschäft des strauchelnden US-Versicherers American International Group (AIG) interessiert. AIG Bank Polska gehört zu den Anteilen, die im vergangenen Jahr zum Verkauf gestellt wurden, nachdem der US-Konzern knapp einer Pleite entgangen war. Polens größte Bank PKO hat bereits Interesse an dem AIG-Geschäft angemeldet.

In Prag stieg der PX um 0,58 Prozent auf 643,40 Zähler. Die Finanztitel präsentierten sich zum Wochenausklang ohne klare Richtung. Komercni Banka verteuerten sich um 2,41 Prozent auf 1 657 Kronen. Erste Group ermäßigten sich hingegen um 2,33 Prozent auf 209,5 Kronen. Die tschechische Tochter der Erste Group, Ceska sporitelna (CS), schüttet fast den gesamten Gesamtgewinn 2008 in der Höhe von 15,8 Mrd. Kronen (569 Mill. Euro) aus. 15,5 Mrd. Kronen oder 559 Mill. Euro gehen davon an die Erste Group, die 98 Prozent an der tschechischen Tochter hält. Im Vergleich zum Vorjahr fiel die Ausschüttung dreimal höher aus. In freundlicher Verfassung präsentierte sich auch Ceske Energeticke Zavody (CEZ) . Die Aktien des Versorgungsunternehmen gewannen 2,03 Prozent auf 652,5 Kronen. Unipetrol verteuerten sich um 3,17 Prozent auf 117,10 Kronen.

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