Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen: Gewinne in freundlichem Umfeld

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Freitag die Handelswoche mit Gewinnen beendet. Besonders die Warschauer Börse konnte im freundlichen internationalen Umfeld deutlich zulegen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Freitag die Handelswoche mit Gewinnen beendet. Besonders die Warschauer Börse konnte im freundlichen internationalen Umfeld deutlich zulegen.

Der Warschauer Börse WIG-20-Index gewann 2,99 Prozent auf 1 531,73 Zähler, und der breiter gefasste WIG stieg um 2,55 Prozent auf 23 914,36 Punkte. Der Markt in Polen verzeichnete damit zum Wochenausklang bereits die dritte Börsensitzung in Folge mit Aufschlägen.

Die Analysten von der RZB erwarten nach den Verlusten der vergangenen Wochen jedoch noch keine nachhaltige Erholung. Der WIG 20 zeigte sich in den vergangenen zwei Wochen äußerst schwach, wobei der stark gewichtete Bankensektor - im Gleichklang mit dem internationalen Börsengeschehen - den negativen Ton angab.

Die zuletzt für Dezember veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeigten laut RZB einmal mehr, dass sich die polnische Wirtschaft eher in Richtung eines "hard landing" und weniger in die Richtung einer leichten Abkühlung bewegt. Für die weitere Entwicklung des polnischen Aktienmarktes bedeutet dies nach Einschätzung der Analysten, dass noch mit keiner nachhaltigen Erholung zu rechnen ist.

Die Papiere von Polski Koncern Naftowy Orlen verbuchten ein sehr starkes Kursplus von 6,07 Prozent auf 22,70 Zloty. Litauen beabsichtigt, den zehnprozentigen Anteil an Mazeikiu Nafta innerhalb weniger Wochen an PKN Orlen zu verkaufen.

Die europaweit anziehenden Finanztitel zogen auch die Bankenwerte in Polen mit hoch. PKO Bank verteuerten sich um 3,66 Prozent auf 25,50 Zloty und BRE Bank schossen um 7,11 Prozent auf 12,80 Zloty hoch. Die Aktien des führenden polnischen Gaslieferanten Polskie Gornictwo Naftowe standen hingegen deutlich unter Verkaufsdruck und sackten um 5,96 Prozent auf 3,47 Zloty ab.

In Prag stieg der Leitindex PX um 0,64 Prozent auf 733,80 Zähler. Nach sechs Handelstagen in Folge mit tieferen Notierung konnte die tschechische Börse sich damit etwas erholen.

Unipetrol stachen mit einem Kursaufschlag von 7,64 Prozent auf 118,94 Kronen hervor. Die Bankentitel bewegten sich in verschiedene Richtungen. Während Erste Group sich um 3,70 Prozent auf 303,00 Kronen verteuerten, mussten Komercni Banka ein kleines Minus von 0,18 Prozent auf 2 260 Kronen hinnehmen.

Unter den weiteren Schwergewichten verteuerten sich die Anteilsscheine des Energieversorgers Ceske Energeticke Zavody (CEZ) um 0,80 Prozent auf 671,60 Kronen. Die Titel von AAA Auto schlossen mit plus 1,90 Prozent bei 8,05 Kronen. Das Unternehmen gab bekannt, im vierten Quartal mehr als 10 000 Autos verkauft zu haben. Auch wurden 2008 die operativen Ziele erreicht.

In Budapest schloss der BUX 1,14 Prozent höher bei 11 824,23 Punkten. Die Nachrichten von der makroökonomischen Front in Ungarn waren jedoch weiterhin sehr negativ. Die Industrieproduktion war im Dezember dramatisch um mehr als 20 Prozent eingebrochen. Nach den negativen Konjunkturdaten senkten die Analysten von der RZB ihre Wirtschaftswachstumsprognose für 2009 um einen weiteren Prozentpunkt auf nunmehr minus 3,5 Prozent.

Dementsprechend bleiben die RZB-Experten auch für die weitere Entwicklung am ungarischen Aktienmarkt skeptisch und gehen nach wie vor noch von keiner nachhaltigen Trendwende aus. Allerdings seien kleinere Erholungstendenzen jederzeit möglich.

Unter den Einzelwerten präsentierten sich zum Wochenausklang Magyar Olay es Gazipari (Mol) mit einem Plus von 2,09 Prozent auf 9 750 Forint in guter Verfassung. OTP Bank zogen um 3,61 Prozent auf 2 321 Forint an.

Richter Gedeon gaben hingegen leicht um 0,33 Prozent auf 28 405 Forint nach. Aberdeen Asset Management verfügt mittlerweile über einen Anteil von 5,06 Prozent an den Pharmaunternehmen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%