Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen: Kursverluste nach miesen US-Vorgaben

Die Börsen in Osteuropa haben am Freitag nach schwachen Vorgaben der Aktienmärkte in New York mit kräftigen Verlusten geschlossen. Nach einer guten Handelswoche mit zeitweise starken Kursgewinnen hätten die Anleger einen Teil ihrer Gewinne mit ins Wochenende genommen, hieß es von Händlern.

HB WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Börsen in Osteuropa haben am Freitag nach schwachen Vorgaben der Aktienmärkte in New York mit kräftigen Verlusten geschlossen. Nach einer guten Handelswoche mit zeitweise starken Kursgewinnen hätten die Anleger einen Teil ihrer Gewinne mit ins Wochenende genommen, hieß es von Händlern.

Tschechischer PX FÄLLT 2,84%

Der Prager Aktienmarkt ist mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Die europäischen Leitbörsen hatten am Berichtstag ebenfalls mit teils kräftigen Verlusten geschlossen. Der Leitindex PX gab deutlich um 2,84 Prozent auf 787,7 Punkte nach. Es wurden Aktien im Wert von 1,61 (zuletzt: 1,78) Mrd. tschechischen Kronen gehandelt. Nachdem am Donnerstag der Handel mit den Aktien der Immobiliengruppe Orco Property ausgesetzt wurde, stürzten die Titel um 22,48 Prozent auf 121,75 Kronen ab. Ein Pariser Gericht hat das Unternehmen am 25. März mit einem Schutz vor seinen Gläubigern für sechs Monate versehen. In diesem Zeitraum soll das Unternehmen genug Kapital sicher stellen, um seine Schulden zu begleichen. In Reaktion auf diese Nachrichten wurden die Aktien am Vortag vom Handel ausgesetzt. Die Titel des Gebrauchtwagenhändlers AAA Auto verzeichneten ihren größten Gewinn überhaupt an der Prager Börse und schossen um 55,71 Prozent auf 9,14 Kronen in die Höhe. Schon am Donnerstag hatten die AAA-Wertpapiere an der Indexspitze geschlossen.

Ungarischer BUX FÄLLT 3,37%

Die Budapester Börse ist im Einklang mit den europäischen Leitbörsen mit einer Kurskorrektur nach unten ins Wochenende gegangen. Nachdem der Leitindex BUX bis Donnerstag deutlich zugelegt hatte, gab er am Freitag 3,37 Prozent oder 389,97 Punkte auf 11 178,30 Zähler ab. Der Umsatz an der Börse in Budapest betrug 13,34 Mrd. Forint. Deutliche Kursverluste aller Indexschwergewichte lasteten auf dem Leitindex. So ließen Bankenwerte der OTP um 3,78 Prozent auf 2083 Forint nach und MOL verloren 4,14 Prozent auf 9 940 Forint. Magyar Telekom verbilligten sich um 1,30 Prozent auf 528 Forint.

Polnischer WIG-20 Verliert 3,02%

Die Warschauer Börse hat in einem international schwachen Umfeld mit Verlusten geschlossen. Der WIG-20 reduzierte sich um 3,02 Prozent auf 1 574,81 Zähler. Der breiter gefasste WIG verlor 2,26 Prozent auf 24 812,97 Punkte. Das Handelsvolumen betrug 1,32 (zuletzt: 1,28) Mrd. Zloty. An der Warschauer Börse gab es 126 Kursgewinner und 183-verlierer. 40 Titel schlossen unverändert. Im Fokus der Anleger standen die Anteilsscheine des Ölkonzerns PKN Orlen. Sie gingen mit einem Minus von 4,3 Prozent bei 24,20 Zloty ins Wochenende. Berichten zufolge konnten sich der Ölkonzern und die litauische Regierung über die Zahlungsbedingungen für die restlichen zehn Prozent an Mazeikiu Oil einigen. PKN Orlen soll demnach 284,5 Mill. Dollar in zwei Schritten zu 20 und 80 Prozent der Summe begleichen. Die Titel des Kupfergiganten Kghm brachen am Indexende um 7,9 Prozent auf 46,40 Zloty ein. Die Analysten der Deutsche Bank und der ING Groep haben in ihren jüngsten Analysen das Anlagevotum für Kghm von "Hold" auf "Sell" herab gestuft. Auch die Bankenwerte standen kräftig unter Druck./

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