Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen ohne klare Tendenz

Die Börsen in Osteuropa haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Die Börse in Prag, die tags zuvor wegen eines Feiertags nicht geöffnet hatte, legte zu, während die Aktienmärkte in Budapest und Warschau nachgaben.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Warschau fiel der WIG-20 um 2,59 Prozent auf 2 202,16 Einheiten. Der breiter gefasste WIG-Index büßte 1,57 Prozent auf 37 744,12 Einheiten ein. Laut Marktteilnehmern haben die Investoren an diesem Tag in ihren Portfolios Platz gemacht für die angekündigte Kapitalerhöhung der PKO Bank und den Börsengang (IPO) von Polens größtem Versorger PGE. Dieser möchte mit seinem IPO mehr als fünf Mrd. Zloty einnehmen.

Die Titel der PKO Bank sanken um 3,5 Prozent auf 33,21 Zloty. Die Großbank plant im nächsten Monat eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von fünf Mrd. Zloty (1,7 Mrd. Dollar), um ihre Expansion voranzutreiben. Die neuen Aktien könnten laut einem Bericht mit nur 20,0 Zloty pro Aktie gepreist werden. "Die Regierung möchte, dass die Kapitalerhöhung ein Erfolg wird und bietet daher diesen großen Abschlag an", hieß es. Andere Bankentitel wurden von dieser Neuigkeit ebenfalls belastet: Die Titel der Bank Pekao sackten um 4,2 Prozent auf 151,00 Zloty ab. Bank Zachodni WBK verloren 5,6 Prozent auf 149,20 Zloty.

In Budapest verlor der Leitindex BUX 1,23 Prozent auf 20 325,92 Punkte und machte damit seine Vortagsgewinne wieder wett. Belastend habe insbesondere das am Nachmittag veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen für September gewirkt, das überraschend gesunken war.

Die Indexschwergewichte tendierten mehrheitlich schwächer: Die Aktien des Pharmaunternehmens Richter Gedeon sackten mit 2,42 Prozent auf 37 545 Forint am stärksten ab. OTP Bank büßten 1,81 Prozent auf 5 302 Forint ein. Magyar Olay es Gazipari (Mol) gaben 0,41 Prozent auf 15 635 Forint ab. Einzig die Titel der Magyar Telekom schlossen unter den Indexschwergewichten mit plus 0,12 Prozent auf 811 Forint.

In Prag stieg der Leitindex PX dagegen nach dem Feiertag am Montag um 0,24 Prozent auf 1 145,10 Einheiten. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) gewannen 1,28 Prozent auf 911,50 Kronen. Der tschechische Versorger gab bekannt, seine Anteile an zwei Minderheitsbeteiligungen in Rumänien aufgestockt zu haben. Die Transaktion habe laut Unternehmensangaben einen Transaktionswert von 230 Mill. Euro. Analysten meinten allerdings, dass die Meldung keine Auswirkungen auf den Kurs haben dürfte, nachdem die Pläne hierzu schon seit langem bekanntgewesen seien. Unter den Bankenwerten verloren Komercni Banka 1,01 Prozent auf 3 440,00 Kronen.

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