Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen schließen allesamt fester

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag allesamt fest aus dem Handel gegangen. Die stärksten Zugewinne verzeichnete die Warschauer Börse, wo ein freundliche europäisches Börsenumfeld die Kurse springen ließ.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag allesamt fest aus dem Handel gegangen.

An der Warschauer Börse stieg der WIG-20 um 3,77 Prozent auf 2 197,01 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index gewann deutlich um 3,01 Prozent auf 37 281,92 Zähler. In einem freundlichen europäischen Börsenumfeld legte der polnische Aktienmarkt überdurchschnittlich stark zu. Unter den Einzelwerten befestigten sich Bank BPH um 0,73 Prozent auf 69,00 Zloty. Laut Kreisen beabsichtigt die Regierung den restlichen Staatsanteil von etwa vier Prozent an der General Electric-Tochter BPH um 60 Zloty je Aktie zu verkaufen.

Die Aktien des Wettbewerbers Bank Pekao verteuerten sich nach einer positiven Analysteneinschätzung um deutliche 5,56 Prozent auf 149,90 Zloty. Die Experten von Bank of America-Merrill Lynch stuften die Titel auf "buy" hoch. Nach gestiegenen Kupferpreisen legten Kghm Polska Miedz 3,55 Prozent auf 85,95 Zloty zu. Die Aktien des führenden polnischen Bauunternehmens PBG zogen um einen Zloty an. Das Unternehmen werde die Ganzjahresergebnisprognose anheben, hieß es aus dem Handel.

Nachrichten gab es auch aus der makroökonomischen Front. Das polnische Budget werde im kommenden Jahr ein Rekorddefizit von 52,2 Mrd. Zloty (12,7 Mrd. Euro) erreichen, erklärte Finanzminister Jacek Rostowski. Damit würde die polnische Staatsverschuldung die Grenze von 55 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) übersteigen, die in der polnischen Verfassung verankert ist. Rostowski zufolge wird das Budgetloch gegenüber den für heuer prognostizierten 27 Mrd. Zloty stark anwachsen, weil die polnische Regierung plane, mehr Geld auszugeben.

Am Budapester Aktienmarkt stieg der Leitindex BUX um 2,18 Prozent auf 19 280,37 Punkte. Die Kursgewinne an den europäischen Leitbörsen zogen auch den ungarischen Markt mit in die Höhe. Aufgrund eines US-Börsenfeiertages gestaltete sich der Aktienhandel jedoch recht ruhig und auch von Unternehmensseite gab es nur wenig Neuigkeiten. Nach gestiegenen Rohölpreisen schossen die Mol-Papiere in die Höhe und gewannen 4,36 Prozent auf 14 455 Forint. Stark präsentierten sich die Werte aus dem Finanzbereich und folgten damit den europäischen Branchenkollegen in die Gewinnzone. FHB Land Credit & Mortgage Bank-Papiere verteuerten sich um 0,76 Prozent auf 1 050 Forint. OTP Bank Bank gewannen 2,62 Prozent auf 4 926 Forint.

An der Prager Börse legte der tschechische Leitindex PX um 0,69 Prozent auf 1 156,00 Punkte zu. Vor allem die klaren Kursgewinne an den europäischen Leitbörsen wirkten nach Händleraussagen kurstreibend. Aufgrund eines US-Feiertages blieb der Handel an der Wall Street geschlossen und damit fehlten im Verlauf auch in Europa die Handelsimpulse. Von Unternehmensseite gab es kaum Nachrichten. Unter den Einzelwerten legten mit Ausnahmen von Telefonica alle Werte zu. Die Papiere des Telekomunternehmens sackten um 7,83 Prozent auf 455,30 Kronen ab. Die Aktien fielen jedoch nur optisch, da sie ex-Dividende gehandelt wurden. Ohne Dividenden-Abschlag gewannen die Titel an Wert. Höher ging es auch für die Werte aus dem Bankenbereich. Erste Group Bank verteuerten sich um 4,32 Prozent auf 762,60 Kronen. Komercni Banka legten um 1,21 Prozent auf 3 355,00 Kronen zu.

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