Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen schließen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben nach den jüngsten Kursverlusten am Freitag uneinheitlich geschlossen. Etwas erholten Aktien in Budapest und Warschau standen weiter leichtere Notierungen in Prag gegenüber.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben nach den jüngsten Kursverlusten am Freitag uneinheitlich geschlossen. Etwas erholten Aktien in Budapest und Warschau standen weiter leichtere Notierungen in Prag gegenüber. Börsianer zeigten sich aber vorsichtig optimistisch, dass mit dem möglichen Verkauf von Lehman Brothers ein weiteres Problem der Kreditkrise gelöst werden könnte.

An der Budapester Börse gewann der Leitindex BUX 0,59 Prozent auf 19 632,66 Punkte. Phylaxia Pharma ragten mit einem Aufschlag von 6,25 Prozent auf 17 Forint heraus. Dahinter folgten die Papiere des Ölunternehmens Magyar Olay es Gazipari (Mol) mit plus 3,53 Prozent auf 15 840 Forint. OTP Bank verteuerten sich um 0,57 Prozent auf 6 839 Forint. Größter Verlierer waren indes Richter Gedeon mit minus 2,60 Prozent auf 29 220 Forint. Magyar Telekom fielen um 0,60 Prozent auf 815 Forint.

Der WIG-20 erholte sich in Polen um 0,45 Prozent auf 2 457,33 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index ging mit plus 0,21 Prozent bei 39 121,03 Punkten aus dem Handel. Größter Tagesgewinner waren Bioton mit plus 4,8 Prozent auf 0,44 Zloty. Dahinter fanden sich Kghm Polska Miedz , deren Papiere um 3,7 Prozent auf 66,45 Zloty nach oben sprangen. Der Kupferproduzent profitierte laut Börsianern von höheren Metallpreisen in London. Zudem plant das Unternehmen seine drei Kupferminen Rudna, Polkowice-Sieroszowice und Lubin zu fusionieren und sich in diesem Zuge eine neue Organisationsstruktur zu geben. Dies soll laut dem Management hunderte Mill. Zloty an Einsparungen bringen. Das Ölunternehmen Polski Koncern Naftowy Orlen gab bekannt für 2008 und die folgenden Jahre eine Dividende zahlen zu wollen. Sollte PKN Orlen seine Beteiligungen an Anwil und Polkomtel verkaufen, würde es seine Anteilseigner an dem Gewinn beteiligen. Die Anteilsscheine legten um 0,4 Prozent auf 32,15 Zloty zu. Die Papiere von PKO verloren indes 0,5 Prozent auf 44,80 Zloty. Die Großbank plant ihre Zinssätze für Sparprodukte zu erhöhen und erhofft sich dadurch Zugewinne beim Marktanteil.

In Prag sank der Leitindex PX um 0,11 Prozent und ging bei 1 290,8 Punkten aus dem Handel. Unipetrol stürzten am Indexende um 5,07 Prozent auf 186,15 Kronen ab. Hier dürfte eine Wortmeldung des Finanzvorstandsfür Bewegung gesorgt haben, wonach der Ölkonzern seine Pläne für einen Aktienrückkauf von bis zu zehn Prozent der ausstehenden Anteilsscheine vorerst auf Eis gelegt hat. Gleichzeitig plane das Unternehmen für 2008 eine Dividende zu bezahlen. Genauere Auskünfte dazu werde es im November geben. Komercni Banka verloren 3,66 Prozent auf 3 606 Kronen. Telefonica O2 büßten 2,75 Prozent auf 453,30 Kronen ein. An diesem Freitag war die letzte Gelegenheit, sich mit Telefonica O2 einzudecken, um in Anspruch der Dividende von 50 Kronen zu kommen. New World Resources (NWR) kletterten dagegen mit einem Aufschlag von 6,57 Prozent auf 323 Kronen an die Indexspitze. Dahinter fanden sich Ceske Energeticke Zavody (CEZ) mit plus 2,18 Prozent auf 1 080 Kronen. CEZ rechnet laut dem Finanzvorstand nicht damit, dass die Energiepreise unter 75 Euro pro MWh fallen. Der Kohlepreis sei für das Unternehmen wichtiger als der Ölpreis. Zudem gab er bekannt, dass das zweite Aktienrückkaufprogramm noch in diesem Jahr starten könnte, aber auf keinem Fall vor dem Dezember.

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