Internationaler Aktienhandel
Osteuropa-Börsen: Uneinheitlich - nur Prag legt zu

Die wichtigsten osteuropäischen Börsenindizes haben am Freitag mehrheitlich nicht von der anhaltend freundlichen Stimmung im übrigen Europa profitieren können. Lediglich die Prager Börse verbuchte leichte Gewinne.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsenindizes haben am Freitag mehrheitlich nicht von der anhaltend freundlichen Stimmung im übrigen Europa profitieren können. Lediglich die Prager Börse verbuchte leichte Gewinne.

Warschau Etwas SchwÄCher - Ausblick Belastet BRE Bank

In Warschau ging es für den WIG-20 um 0,86 Prozent auf 1 897,32 Punkte nach unten. Der breiter gefasste WIG-Index verlor 0,53 Prozent auf 31 544,68 Zähler.

In schwacher Verfassung zeigten sich unter den Einzelwerten BRE Bank. Die Tochter der Commerzbank erwartet für das zweite Quartal deutlich schlechtere Ergebnisse, als Analysten prognostiziert hatten. Die BRE-Papiere sackten um 6,71 Prozent auf 160 Zloty ab.

Nach einer positiven Analysteneinschätzung verteuerten sich hingegen ING Bank Slaski um 1,23 Prozent auf 410 Zloty. Die Unicredit-Experten erhöhten ihr Anlagevotum von "Hold" auf "Buy" und revidierten ihr Kursziel massiv um 89 Prozent auf 435 Zloty nach oben.

Petrolinvest befestigten sich um 0,66 Prozent auf 44 Zloty. Das Ölförderunternehmen bezifferte die eigenen potenziellen Ölreserven in Kasachstan auf einen Wert von 2,77 Mrd. Dollar. Telekomunikacja Polska verbilligten sich um 2,85 Prozent auf 15,35 Zloty. Jpmorgan-Analysten hatten ihr Kursziel auf Jahresendesicht um elf Prozent auf 20 Zloty gekürzt.

Leichte Verluste IN Prag - Schwergewichte Verlieren

Die Prager Börse gab erneut etwas nach. Der Leitindex PX fiel um 0,44 Prozent auf 944,20 Zähler.

Die Tschechische Nationalbank (CNB) lehnte die Reformvorschläge der EU ab, mit denen die Aufsicht über dem Finanzmarkt innerhalb der EU künftig ausgeübt werden soll. Die Notenbank spricht sich gegen die Schwächung der nationalen Aufsichtorgane aus. Nach Ansicht der Notenbank ist die Zersplitterung der Aufsichtsorgane in einzelnen EU-Ländern nicht die Ursache der jetzigen Finanzkrise.

Die Indexschwergewichte zeigten sich überwiegend in der Verlustzone. Papiere von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) verbilligten sich um 1,14 Prozent auf 865,00 tschechische Kronen. Unipetrol verloren 1,33 Prozent auf 111,50 Euro. Im Energiebereich konnten höhere Ölpreise somit nicht beflügeln.

Kursverluste gab es auch bei den Bankenwerten nach den jüngsten Gewinnen zu beobachten. Aktien der Erste Group Bank verbilligten sich um 1,63 Prozent auf 513,00 Kronen. Komercni Banka sanken um 0,42 Prozent auf 2 850 Kronen.

BUX GUT Behauptet - Vortagesverluset Egalisiert

In Budapest schloss die Börse indes höher. Der Leitindex BUX stieg um 0,41 Prozent auf 15 973,70 Punkte und egalisierte damit in etwa die Vortagesverluste, als er um 0,42 Prozent gefallen. Eine anhaltend gute internationale Stimmung trieb erneut die Kurse etwas an. Zudem verbesserte sich die Lage am US-Immobilienmarkt im Juni überraschend stark.

Ungeachtet höhere Rohölpreis verbilligten sich die Aktien des ungarischen Öl- und Gasunternehmens Magyar Olay es Gazipari (Mol) um 0,19 Prozent auf 12 750 Forint. Negative Vorzeichen gab es auch bei den Bankentiteln. Papiere der FHB Land Credit & Mortgage Bank sackten um 3,48 Prozent auf 726 Forint ab und OTP Bank gingen leicht um 0,05 Prozent auf 3 395 Forint zurück. Klare Zuwächse von 2,41 Prozent auf 632 Forint verbuchten hingegen Mtelekom./

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