Internationaler Aktienhandel
Osteuropabörsen: Budapest leicht im Minus

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmarktindizes haben den Handel am Dienstag uneinheitlich beendet. Während Budapest ein leichtes Minus verzeichnete, schloss Prag etwas fester. Warschau konnte sogar kräftige Kursgewinne verbuchen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmarktindizes haben den Handel am Dienstag uneinheitlich beendet. Während Budapest ein leichtes Minus verzeichnete, schloss Prag etwas fester. Warschau konnte sogar kräftige Kursgewinne verbuchen.

In Budapest verlor der Leitindex BUX 0,25 Prozent auf 23 744,08 Punkte. Die Analysten der Schweizer Großbank UBS hatten ihre Einschätzung für den ungarischen Aktienmarkt auf "underweight" gekürzt.

Belastet wurde der Index von den Abschlägen bei den Aktien des Indexschwergewichtes MOL . Die Werte des Öl- und Gaskonzerns fielen um 1,25 Prozent auf 22 855 Forint. Am vergangenen Montag hatte der Konzern zum Stückpreis von 22 709 Forint weitere 65 000 Stück eigener Aktien zurückgekauft. Damit erhöht sich der Bestand an "treasury shares" der MOL wieder auf 1,55 Prozent, nachdem der tschechische Energiekonzern CEZ vergangenen Dezember sieben Prozent der Anteile von der MOL übernommen hatte.

Die Wertpapiere der Großdruckerei Allami Nyomda gingen mit einem Abschlag von 1,63 Prozent bei 12 000 Forint aus dem Handel. Man habe zwei Großaufträge für insgesamt 394 Million Forint erhalten, gab das Unternehmen bekannt. Die ungarische Regierung hat Stimmzettel für 8,5 Millionen Wähler bestellt, die Auftragssumme liegt bei 284 Mill. Forint. Zusätzlich haben die irischen Behörden dem Unternehmen einen Auftrag über 110 Mill. Forint erteilt.

Synergon schlossen knapp behauptet mit minus 0,06 Prozent bei 1 614 Forint. Alle anderen BUX-Werte beendeten den Handel mit Kursgewinnen. An der Spitze der Kurstafel stiegen Pannonplast um 2,71 Prozent auf 1 438 Forint.

Inn Warschau stieg der Leitindex WIG-20 um 3,03 Prozent auf 2 984,97 Einheiten. Der breiter gefasste WIG-Index gewann 3,01 Prozent auf 48 037,07 Punkte. Zu den Tagesgewinnern gehörten die Aktien des Immobilienentwicklers Polnord mit plus 4,6 Prozent auf 119 Zloty. Medienberichten zufolge erwartet der Polnord-Chef Wojciech Ciurzynski für das laufende Geschäftsjahr den Nettogewinn "signifikant" über der 200 Mill. Zloty Marke. Tagesgewinner waren Cersanit mit plus 5,8 Prozent auf 30,14 Zloty.

Die Aktien des Telekommunikationsunternehmens Tspa schlossen den Handel knapp behauptet mit minus 0,1 Prozent bei 21,39 Zloty. Das Unternehmen wird am Mittwoch Ergebnisse für das vergangene vierte Quartal veröffentlichen.

Die Wertpapiere des Kupferproduzenten Kghm gewannen deutliche 4,3 Prozent auf 93,80 Zloty. Bis Ende Februar wird das Management mit den Gewerkschaften über eine Lohnerhöhung verhandeln. Die Gewerkschaften verlangen einen Zuwachs von 15 Prozent, das Management bietet 4,1 Prozent an. In einem Telefoninterview hatte Finanzvorstand Marek Fusinski angekündigt, dass der Nettogewinn 2007 die Vorgaben von 3,68 Mrd. Zloty "etwas übersteigen sollte".

Pekao - Papiere stiegen um 3,2 Prozent auf 196,00 Zloty. Die Bank, ein Unternehmen der Unicredit - Gruppe, hatte einen Teil ihrer Brokerage-Tochter CDM Pekao für 450 Mill. Zloty verkauft. Käufer ist die CA IB Polska, ebenfalls eine Tochter der Unicredit.

In Prag stieg der Leitindex PX um 0,91 Prozent auf 1 501,00 Zähler. Tagessieger waren die Aktien des Immobilienentwicklers Orco mit einem Kurssprung von 7,2 Prozent auf 1 682 Kronen. Am Mittwoch wird das Unternehmen die Ergebnisse für das vergangene Jahr veröffentlichen. Spekulationen, dass das Unternehmen seine Gewinnvorgaben von 250 Mill. Euro übertreffen werde, hätten die Aktien steigen lassen, hieß es am Markt.

Zentiva gewannen 3,45 Prozent auf 845,50 Kronen. Die tschechische Finanzgruppe J & T Financial habe ihren Anteil auf 5,33 Prozent aufgestockt, gab das Pharmaunternehmen bekannt. Medienberichten zufolge beurteilen Analysten diesen Schritt als sehr positiv.

Unipetrol gingen mit plus 1,16 Prozent auf 288,50 Kronen aus dem Handel. Bis 2012 will der Ölkonzern sein Betriebsergebnis (Ebit) um mehr als drei Mrd. Kronen verbessern, so eine Unternehmenssprecherin.

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