Internationaler Aktienhandel
Osteuropabörsen kommen kaum vom Fleck

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während sich die Schlussstände der polnischen Indizes nur minimal von denen am Dienstag unterschieden, legten die Börsen in Budapest zu. Verluste gab es hingegen in Prag.

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während sich die Schlussstände der polnischen Indizes nur minimal von denen am Dienstag unterschieden, legten die Börsen in Budapest zu. Verluste gab es hingegen in Prag.

Der Budapester Bux gewann 0,26 Prozent auf 21 763,33 Punkte. Die jüngste Veröffentlichung ungarischer Konjunkturdaten bot jedoch keine erfreuliche Überraschung. Zahlen aus der Industrie bescheinigten für Oktober einen Produktionsanstieg um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Volkswirte hatten sich allerdings eine Zunahme um 9,7 Prozent erhofft. Somit verlangsamte sich das Wachstum in der Industrie, da im September auf Jahressicht noch eine Produktionszunahme von 10,9 Prozent zu verzeichnen war.

Die Ratingagentur Moody"s senkte nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Ungarns am Dienstag auch die Bonität von acht Geldinstituten. Bezüglich ihrer Verbindlichkeiten und Einlagen wurden die Banken an diesem Mittwoch auf "Baa3" gesetzt. Die Bankaktien aber zeigten weder gestern noch heute negative Reaktionen. FHB Land Credit & Mortgage Bank etwa gewannen in einem festen europäischen Sektor 3,51 Prozent auf 1 004 Forint und OTP Bank stiegen um 0,76 Prozent auf 5 330 Forint.

Unter den restlichen Schwergewichten legten Magyar Olay es Gazipari (Mol) um 0,25 Prozent auf 20 000 Forint zu, während Richter Gedeon 0,68 Prozent auf 44 000 Forint verloren. Die Titel von Magyar Telekom gaben um 0,92 Prozent auf 540 Forint nach.

Der Warschauer Aktienmarkt beendete die Sitzung nach einer fünftägigen Gewinnserie ohne klare Richtung. Der Leitindex Wig-20 gab 0,05 Prozent auf 2 763,97 Punkte ab, der breiter gefasste Wig-Index allerdings ging mit plus 0,08 Prozent bei 47 554,07 Punkten aus dem Handel und verlängerte die Gewinnserie.

Die Titel des Kupfergiganten Kghm Polska Miedz befinden sich weiterhin auf einem Höhenflug. Sie schlossen das sechste Mal in Folge in der Gewinnzone und notierten auf einem Rekordhoch. Angesichts des in New York gestiegenen Kupferpreises legten die Aktien um 0,31 Prozent auf 159,5 Zloty zu, hieß es aus dem Handel. Die Papiere von Polski Koncern Naftowy Orlen zeigten sich mit einem Plus von 0,48 Prozent auf 48,2 Zloty von fallenden Ölpreisen unbeeindruckt.

Mediatel-Aktien stiegen um 2,44 Prozent auf 8,4 Zloty. Der Anbieter von Telefondiensten hatte die Wettbewerbsbehörden um die Zulassung einer Übernahme der Exatel SA angefragt. Die Exatel ist eine Tochter des Versorgers PGE. PGE-Papiere verloren 0,09 Prozent auf 22,28 Zloty.

In Prag sank der Leitindex PX nach fünf Tagen in der Gewinnzone nun um 0,78 Prozent auf 1 165,90 Punkte. Von der Konjunkturseite gab es negative Nachrichten. So hat die Industrieproduktion im Oktober enttäuscht. Den jüngsten Zahlen zufolge produzierte die tschechische Industrie im Oktober 6,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Volkswirte hatten im Vorfeld allerdings mit einer Zunahme um zehn Prozent gerechnet. Auch die Einzelhandelsumsätze fielen unter den Prognosen aus. Im Oktober lagen sie um 0,7 Prozent unter der Vorjahresperiode. Analysten hatten hier einen Anstieg um ein Prozent erwartet.

An der Prager Börse herrscht aktuell rege Nachfrage nach den Aktien der Immobiliengruppe ECM Real Estate Investments. Die Aktien gewannen 4,86 Prozent auf 110 Kronen, nachdem sie vergangenen Freitag noch für 87,62 Kronen zu haben waren. Der Konzern hatte seinen Gläubigern die Umwandlung von Schulden in Kapital via "Debt Equity Swap" vorgeschlagen, hieß es aus dem Handel.

Die größten Verlierer im Leitindex waren die Ölwerte von Unipetrol. Angesichts gefallener Rohölnotierungen fielen die Aktien um 2,94 Prozent auf 195 Kronen. Ebenfalls auf den Verkaufslisten standen die Anteilsscheine der Erste Group Bank und die von Komercni Banka . Die Papiere sanken um 0,38 Prozent auf 815,50 Kronen respektive um 0,55 Prozent auf 4 197 Kronen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%