Internationaler Aktienhandel
Osteuropabörsen: Minus am letzten Handelstag in Prag

Die osteuropäischen Börsen haben den Handel am Dienstag uneinheitlich beendet. Während die Märkte in Warschau und Budapest mit Gewinnen aus dem Handel gingen, schloss die Prager Börse an ihrem letzten Handelstag in diesem Jahr im Minus.

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) - Die osteuropäischen Börsen haben den Handel am Dienstag uneinheitlich beendet. Während die Märkte in Warschau und Budapest mit Gewinnen aus dem Handel gingen, schloss die Prager Börse an ihrem letzten Handelstag in diesem Jahr im Minus. In Warschau und Budapest wird an Silvester noch gehandelt.

In Warschau stieg der WIG-20 im europäischen Trend 1,72 Prozent auf 1 805,81 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index gewann sich um 1,09 Prozent auf 27 391,21 Zähler. Das Handelsvolumen lag bei 0,60 (Montag: 0,46) Mrd.. Zloty.

Das Medienunternehmen Agora plant per Ende Juli 300 Arbeitsplätze zu streichen, was rund acht Prozent seiner Belegschaft entspreche. Die Papiere legten um 1,4 Prozent auf 16,30 Zloty zu.

Das Bauunternehmen Polimex-Mostostal unterzeichnete einen Auftrag zum Bau eines Kultur- und Ausbildungszentrums in Westpolen über rund 107 Mill. Zloty. Zudem gab der CEO der Gruppe bekannt für 2009 mit einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent und mit einer Gewinnsteigerung von drei Prozent zu rechnen. Die Anteilsscheine stiegen um 1,7 Prozent auf 2,96 Zloty.

Pgnig könnte laut Medienberichten gemeinsam mit anderen Energieunternehmen unter Plänen der Regierung sechs Gaskraftwerke in Polen errichten. Die Papiere von Pgnig gewannen 2,8 Prozent auf 3,62 Zloty.

Die Bankenschwergewichte gewannen deutlich. PKO BP erhöhten sich um 1,4 Prozent auf 35,50 Zloty. Bank Pekao sprangen um 3,4 Prozent auf 129,80 Zloty nach oben.

Auch in Budapest gewann der Leitindex BUX 0,99 Prozent auf 12 286,42 Einheiten. Das Handelsvolumen war sehr niedrig und betrug 5,12 (Montag: 4,16) Mrd. Forint.

Die Schwergewichte notierten mehrheitlich fester: Magyar Olay es Gazipari (Mol) gewannen 1,78 Prozent auf 10 000 Forint. OTP Bank stiegen um 1,22 Prozent auf 2 897 Forint. Richter Gedeon verbesserten sich um 1,79 Prozent auf 28 300 Forint. Einzig Magyar Telekom enttäuschten mit minus 1,1 Prozent auf 535 Forint.

In Prag verlor der Leitindex PX an seinem letzten Handelstag 2008 1,08 Prozent auf 858,2 Zähler und schloss damit gegen den positiven europäischen Trend. Die Umsätze lagen bei 1,96 (Montag: 0,74) Mrd. tschechischen Kronen und damit höher als in den letzten Handelssitzungen, aber dennoch unter dem Durchschnitt. Im Jahresvergleich stürzte der Leitindex PX um 52,72 Prozent ab und konnte sich damit den weltweiten Börseturbulenzen nicht entziehen. Nur ein Titel ging mit einem Plus aus dem Handel. Es handelt sich dabei um den Pharmahersteller Zentiva, dessen Mehrheitseigentümer die französische Pharmaunternehmung Sanofi-Aventis ist und eine Komplettübernahme nur noch eine Frage der Zeit sei. Die Anteilsscheine gewannen in diesem Jahr 11,34 Prozent.

Sehr stark belastet zeigten sich Immobilienentwickler: Orco Property stürzten am Indexende über das Jahr um rund 92 Prozent ab. Bei ECM Real Estate verpufften 77 Prozent des Wertes. Bei den Bankenwerten sind die Unterschiede größer. Während Erste Group rund zwei Drittel ihres Wertes verloren, waren es bei Komercni Banka nur rund ein Drittel. Anteilsscheine des Versorgers Ceske Energeticke Zavody (CEZ) gaben 42 Prozent ab.

Die größten Tagesverlierer waren am Dienstag Komercni Banka mit minus 5,14 Prozent auf 2 970 Kronen. Telefonica O2 büßten 3,35 Prozent auf 424,10 Kronen ein. An der Spitze legten im PX Unipetrol um 5,93 Prozent auf 149,95 Kronen zu. Erste Group erhöhten sich um 2,50 Prozent auf 418,50 Kronen./cf

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