Internationaler Aktienhandel
Osteuropabörsen: Rekordstände in Prag und Warschau

dpa-afx WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Prager Börse schloss deutlich fester und verzeichnete ein neues Allzeithoch. Der Leitindex PX gewann 1,36 Prozent auf 1936,10 Zähler. An der Spitze fanden sich Papiere des Medienunternehmens CME mit einem Zugewinn von 4,85 Prozent auf 2 161,00 Kronen. Dies war laut einem Analysten vor allem auf ein starkes Interesse für den Titel an der Nasdaq zurückzuführen, wo die Aktien ebenfalls gelistet sind. Amerikanische Investoren seien mehr und mehr von der Position des Unternehmens in Osteuropa überzeugt.

Auch CEZ präsentierten sich stark mit einem Aufschlag von 3,05 Prozent auf 1 384,00 Kronen. Das Indexschwergewicht war somit zu einem großen Ausmaß am Ansteigen des PX beteiligt. Papiere des Versorgers markierten am Montag ein neues Rekordhoch. Erste Bank gewannen 0,39 Prozent auf 1 539,00 Kronen. Die österreichische Bank legt am Dienstag ihre Zahlen zum dritten Quartal vor. Analysten erwarten im Durchschnitt einen Anstieg des Nettogewinns von 35 Prozent auf 270 Mill. Euro, nach 200 Mill. im Vorjahresquartal.

Unipetrol büßten gegen den positiven Trend 1,89 Prozent auf 331,50 Kronen ein. Die Wiederaufnahme des Betriebes einer Ethylene-Anlage musste unterbrochen werden, nachdem technische Probleme aufgetreten sind.

Die Börse in Warschau schloss mit festeren Notierungen. Der Leitindex WIG-20 gewann 0,83 Prozent auf 3 917,87 Punkte und markierte damit ein neues Allzeithoch. Der breiter gefasste WIG-Index stieg um 0,62 Prozent auf 63 759,55 Punkte. PKN Orlen legten vor dem Hintergrund weiter steigender Ölpreise um 2,27 Prozent auf 58,45 Zloty zu. Kghm gewannen 0,43 Prozent auf 139,50 Zloty. Kupfer stieg am Montag in London auf den höchsten Stand seit mehr als einer Woche.

Papiere der BRE Bank rückten um 0,69 Prozent auf 580,00 Zloty vor. Das Tochterunternehmen der deutschen Commerzbank gab bekannt, dass der Gewinn zum dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31 Prozent auf 164,3 Mill. Zloty zugenommen hat. Damit wurden die Analystenprognosen von 159,5 Mill. Zloty übertroffen.

Die Börse in Budapest hat schloss ebenfalls etwas fester. Der Leitindex BUX gewann 0,27 Prozent auf 27 262,14 Zähler. Die ungarische Nationalbank hat am Montag die Leitzinsen in der Oktober-Sitzung unverändert belassen. Der wichtigste Zinssatz beläuft sich somit weiterhin bei 7,50 Prozent. Analysten waren im Vorfeld der Entscheidung geteilter Meinung gewesen, ob der Zinssatz auf seinem aktuellen Niveau belassen werden würde oder ob er um 25 Basispunkte gesenkt werden würde. Laut dem Präsidenten der Nationalbank, Andras Simor war es eine knappe Entscheidung im Präsidium nach einer langen Debatte.

An der Spitze des BUX befanden sich Econet mit einem Zugewinn von 4,50 Prozent auf 209 Forint. OTP Bank legten um 0,61 Prozent auf 9 240 Forint zu. Die rumänische Tochtergesellschaft der Bank könnte ein Joint Venture mit einem Mitbewerber gründen, um den rumänischen Markt für Privatpensionenen besser bearbeiten zu können. Auch eine Akquisition kommt laut OTP Rumänien in Betracht.

Magyar Olay es Gazipari (Mol) verloren leicht um 0,11 Prozent auf 26 800 Forint. Die Ölgesellschaft ließ sich eine revolvierende Kreditlinie auf 2,1 Mrd. Euro erhöhen. Die Kreditlinie soll für die Aufrüstung der Anlagen verwendet werden und wurde auf einen Zeitraum von drei Jahren abgeschlossen.

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