Internationaler Aktienhandel
Osteuropabörsen schließen uneinheitlich

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) – Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte sind am Montag in einem durchwachsenen europäischen Börsenumfeld uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während die Warschauer und die Prager Börsen zulegten, gab es Budapest Verluste.

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte sind am Montag in einem durchwachsenen europäischen Börsenumfeld uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während die Warschauer und die Prager Börsen zulegten, gab es Budapest Verluste.

Der Warschauer Leitindex Wig-20 stieg um 1,30 Prozent auf 2 747,28 Punkte und konnte somit den vierten Tag in Folge zulegen. Der breiter gefasste Wig-Index kletterte um 1,02 Prozent auf 47 348,16 Punkte.

Eine Kursrally legten die Papiere von Kghm Polska Miedz hin. Diese schlossen mit einem Aufschlag von 4,83 Prozent auf 151,9 Zloty. Der Kupfergigant hatte seinen Gewinnausblick für das Gesamtjahr zum zweiten Mal in die Höhe geschraubt. Auch die Titel von Milkiland waren stark gefragt, sie schnellten um 6,60 Prozent auf 36,01 Zloty in die Höhe. Der in Russland und der Ukraine agierende Milchkonzern hatte seinen ersten Handelstag an der Warschauer Börse.

Einem Bericht des Nachrichtenblatts "Gazeta" zufolge hat die Bank ING BSK ein neues Gebührenschema für ihre Kunden eingeführt. An einigen Positionen hob die Bank ihre Gebühren an. Damit reagierte das Management der Bank auf die zum dritten Quartal schwach ausgefallenen Ergebnisse. Die Analysten von KBC Securities sehen zwar eine positive Auswirkung auf den Gewinn, erwarten hingegen wegen der Höhe der Änderungen eine negative Reaktion der Kunden. Die Papiere der Bank legten nur um unterdurchschnittliche 0,56 Prozent auf 900 Zloty zu.

In Prag kletterte der Leitindex PX um 0,77 Prozent auf 1 175,0 Einheiten. Einen Kurssprung legten die Titel von ECM Real Estate Investments hin, die 13,08 Prozent auf 97,75 Kronen hinzugewannen. Der Grundstücksentwickler hatte bekanntgegeben, dass Gläubiger dem Restrukturierungsplan positiv gegenüberstehen. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres hatte das Unternehmen einen Verlust von umgerechnet 69,9 Mill. Euro ausgewiesen. Im Vergleichszeitraum 2009 hatte noch ein Verlust von umgerechnet 28,1 Mill. Euro zu Buche gestanden.

Die Wertpapierexperten von Jpmorgan Chase senkten indes das Kursziel für die in den USA notierten Titel von Central European Media Enterprises von 44,00 auf 30,00 Dollar. Während die Titel des Medienkonzerns in der vergangenen Woche um 2,2 Prozent zulegen konnten, bauten sie diese Gewinne ungeachtet der Kurszielabstufung um 0,80 Prozent auf 376 Kronen aus.

Stark präsentierten sich auch die Papiere des Indexschwergewichts New World Resources (NWR). Diese schlossen mit einem deutlichen Aufschlag von 5,53 Prozent auf 229 Kronen. Ein Analyst meinte, dass das Unternehmen vom kalten Wetter in Europa und von steigenden Kohlepreise profitieren würde.

Der Bux verlor nach einer Bonitätsabstufung Ungarns durch die Ratingagentur Moody"s 0,69 Prozent auf 21 370,03 Zähler. Die Agentur bewertete das Land weniger kreditwürdig als bisher und senkte das Rating des osteuropäischen Landes auf Baa3. Damit liegt Ungarn nur noch eine Note über "Ramschstatus". Zur Begründung verwies Moody"s auf die langfristigen haushaltspolitischen Sorgen. Auch sei das Land in mehrerer Hinsicht mit Blick auf externe Risiken anfällig.

Bestätigt hatte Moody"s hingegen ihr Rating für den Ölkonzern Magyar Olay es Gazipari (Mol) . Wegen einer beim Unternehmen erkennbaren stabilen Prognose liegt das von Moody"s zugewiesene Rating bei BBB-. Zuvor hatte der Ölkonzern in den Raum gestellt, die noch öffentlich gehandelten Aktien seines kroatischen Tochterunternehmens INA zu kaufen. MOL-Titel schlossen kaum verändert und einem leichten Abschlag von 0,03 Prozent auf 19 800 Forint.

Unter den übrigen Indexschwergewichten gingen Magyar Telekom und Richter Gedeon mit deutlichen Verlusten aus dem Handel. Sie verloren 1,47 Prozent auf 537 Forint respektive 1,95 Prozent auf 42 800 Forint. Die Anteilsscheine der OTP Bank notierten hingegen bei 5 250 Forint unverändert.

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