Internationaler Aktienhandel
Osteuropäische Börsen schließen allesamt schwach

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag allesamt mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Besonders deutlich fiel das Minus in Warschau aus, wo der Plan der polnischen Regierung, den gesamten Vorjahresgewinn der staatlich kontrollierten Bank PKO BP als Dividende ausschütten lassen, übel aufstieß.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. An der Warschauer Börse gab der WIG-20 2,15 Prozent auf 1920,28 Punkte ab. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 1,80 Prozent auf 30 835,06 Punkte. Ins Zentrum rückten zum Wochenstart die Anteilsscheine der Bank PKO. Die polnische Regierung will fast den gesamten Vorjahresgewinn der staatlich kontrollierten Bank PKO BP als Dividende ausschütten lassen. Es sollen 2,88 Mrd. Zloty (634 Mill. Euro) ausbezahlt werden, wie der Vorstand der Bank mitteilte. Hintergrund ist der angespannte Staatshaushalt. Das Vorhaben wird allerdings von Experten kritisiert, denn die Banken bräuchten in der Krise mehr Kapital, um die drohenden Kreditausfälle zu bewältigen, melden polnische Medien. Die Bank PKO-Titel rutschten um 5,43 Prozent auf 25,25 Zloty ab.

Moderate Verluste IN Schwachem Umfeld

An der Budapester Börse sank der Leitindex BUX um 0,30 Prozent auf 15 589,58 Zähler. In einem schwachen internationalen Umfeld verbuchte der ungarische Markt moderate Verluste. An den internationalen Leitbörsen belasteten laut Aussagen von Händlern Gewinnmitnahmen nach einer dreimonatigen Aufwärtsbewegung. Ein klares Minus von 1,17 Prozent musste unter den Schwergewichten MOL auf 12 995 Forint hinnehmen. Leichte Kursrückgänge verbuchten die Banken. OTP Bank gingen um 0,71 Prozent auf 3 594 Forint zurück und FHB fielen um 0,13 Prozent auf 716 Forint. Zulegen konnten hingegen Richter Gedeon mit plus 1,12 Prozent auf 31 450 Forint. Mtelekom stiegen um 0,65 Prozent auf 614 Forint.

Negatives BÖRsenumfeld ZUM Wochenstart

Ein negatives internationales Börsenumfeld sorgte auch in Prag für einen negativen Wochenstart, der Leitindex PX fiel um 1,10 Prozent auf 940,50 Zähler. Nach einer dreimonatigen Aufwärtsbewegung an den internationalen Leitbörsen tendierten die Investoren zurückhaltend, hieß es. Unter den Schwergewichten präsentierte sich Ceske Energeticke Zavody (CEZ) unter Verkaufsdruck. Die Aktie des Energieunternehmens verbilligte sich um 1,89 Prozent auf 873,50 Kronen. Unipetrol sanken leicht um 0,12 Prozent auf 414,70 Kronen. Bankenwerte gingen in verschiedene Richtungen. Während Erste Group Bank um 0,37 Prozent auf 531,50 Kronen zurückgingen, stiegen Komercni Banka um 0,54 Prozent auf 2 815 Kronen.

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