Internationaler Aktienhandel
Osteuropas Börsen: Im Gleichschritt in die Tiefe

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben den ersten Handelstag der neuen Woche am Montag mit Verlusten beendet. Schwach waren wieder einmal Werte aus dem Finanzbereich und die Aktien von Ölunternehmen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Prag verlor der PX 0,48 Prozent auf 645,10 Punkte, nachdem er bereits zum Wochenschluss um fast zwei Prozent nachgegeben hatte. Vor allem im Späthandel hätten die Verluste an den internationalen Börsen auf die Kurse in Prag gedrückt, sagten Händler. An der Wall Street etwa war der Dow Jones mit Eröffnungsverlusten gestartet und in Frankfurt war der Dax erstmals seit mehr als vier Jahren wieder unter die 4 000 Punkte-Marke gefallen.

Gegenwind kam im Prag auch von der Währungsseite. Die stellvertretende tschechische Finanzminister Eduard Janota gestand ein, dass sich die Einführung des Euro in Tschechien um einige Jahre verzögern werde: Das Haushaltsdefizit in dem osteuropäischen Land werde im laufenden Jahr etwa vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen. Das mache einen Beitritt in den Wechselkursmechanismus ERM-2 - der Vorstufe der Euro-Einführung - in den kommenden zwei Jahren unmöglich.

Schwach waren wieder einmal Werte aus dem Finanzbereich und die Aktien von Ölunternehmen. Bei Komercni Banka gab es einen Abschlag von 3,82 Prozent auf 1 638 Kronen. Erste Group Bank sanken um 1,44 Prozent auf 205,50 Kronen. Unipetrol verloren 1,91 Prozent auf 120,75 Kronen.

In Budapest verlor der BUX 1,13 Prozent auf 10 263,06 Einheiten. Auch die ungarische Börse setzte damit ihre Abwärtsbewegung fort. Bereits am Freitag war der Index erstmals seit dem 25. Februar unter die Marke von 10 000 Punkten gerutscht.

Massiven Verkaufsdruck gab es wieder einmal bei den Finanzwerten. OTP Bank sackten um 5,55 Prozent auf 1,700 Forint ab. FHB- Titel verbilligten sich um 3,23 Prozent auf 539 Forint.

Die Papiere des Ölunternehmens Mol konnten sich hingegen gegen den negativen Trend stemmen und kletterten um 2,52 Prozent auf 9 130 Forint. Händler nannten die wieder steigenden Rohölpreise als Grund für die Zugewinne.

In Warschau verlor der WIG-20 1,30 Prozent auf 1 365,16 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 0,80 Prozent auf 21 655,99 Punkte. Bankentitel verzeichneten erneut klare Verluste.

Pekao verbilligten sich ungeachtet positiver Nachrichten um 1,30 Prozent auf 76,0 Zloty. Nach Einschätzung von Analysten von Wood übertraf das Finanzhaus mit den am Freitag bekanntgegebenen Zahlen die Markterwartungen. Die Experten schrieben von einer Reihe positiver Überraschungen.

BRE Bank sackten um 4,10 Prozent auf 100,70 Zloty ab und Bank Polski schlossen mit einem klaren Minus von 3,35 Prozent. Bank Zachodni ermäßigten sich um 2,81 Prozent auf 67,55 Zloty.

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