Internationaler Aktienhandel
Pharmawerte treiben Europa-Börsen an

Gestützt auf deutliche Kursgewinne im Pharmasektor haben sich die wichtigsten europäischen Börsen am Donnerstag abermals von den Vortagesverlusten erholt.

dpa-afx PARIS/LONDON. Gestützt auf deutliche Kursgewinne im Pharmasektor haben sich die wichtigsten europäischen Börsen am Donnerstag abermals von den Vortagesverlusten erholt. Vor allem in der zweiten Tageshälfte sei der Handel aber sehr ruhig verlaufen, da Impulse der US-Börsen wegen des handelsfreien "Erntedank"-Feiertages fehlten.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 erholte sich um 0,32 Prozent auf 4 208,92 Zähler. Der auch die besonders gefragten Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 gewann 0,92 Prozent auf 3 570,13 Punkte. Der Euronext 100 stieg um 0,63 Prozent auf 960,59 Zähler. In Paris kletterte der CAC 40 um 0,65 Prozent auf 5 416,10 Punkte. Für den zuletzt besonders schwachen Londoner Leitindex Ftse 100 ging es um 1,39 Prozent auf 6 155,30 Zähler nach oben.

Europaweit fielen Pharmawerte mit deutlichen Kursgewinnen auf. So kletterten Sanofi-Aventis um 4,02 Prozent auf 61,39 Euro und setzten sich damit vor die ebenfalls sehr gefragten Bayer an die Spitze des Eurostoxx. In London gewannen Astrazeneca 6,59 Prozent auf 2 231 Pence, Glaxosmithkline verteuerten sich um 5,26 Prozent auf 1 234 Pence. Im Schweizer Leitindex SMI setzten sich Roche Holding mit plus 5,70 Prozent auf 213,29 Franken an die Spitze, gefolgt von Novartis mit einem Aufschlag von 3,53 Prozent auf 60,10 Franken.

Händler verwiesen auf eine Anhebung der Sektoreinstufung von "Underweight" auf "Neutral" durch die Citigroup als Impulsgeber. Stratege Philip Isherwood von Dresdner Kleinwort sah dies mit Blick auf die Probleme der Pharmabranche - flaue Produktpipelines und regulatorische Risiken im Zuge der US-Pr äsidentschaftswahlen - allerdings mit gemischten Gefühlen: "Eine Outperformance der Pharmawerte bedeutet, dass die Aussichten für andere Branchen schlechter werden", sagte der Experte.

Die Finanztitel standen dagegen überwiegend weiter unter Druck. Credit Agricole büßten 1,18 Prozent auf 21,00 Euro ein, Societe Generale verbilligten sich um 0,77 Prozent auf 93,90 Euro. Julius Bär Holding rutschten in Zürich mit minus 2,65 Prozent auf 82,80 Franken an das Leitindexende.

In Paris sprangen Air France-KLM als Gewinner im CAC-40 um 11,85 Prozent auf 24,73 Euro. Die französisch-niederländische Fluggesellschaft hatte Zahlen vorgelegt, die am Markt auf ein positives Urteil stießen. Air France-KLM hat ihren operativen Gewinn im zweiten Geschäftsquartal stärker gesteigert als erwartet und und ihre Prognose bestätigt. Einen Einstieg bei Alitalia oder Iberia hält das Unternehmen weiterhin für denkbar. Dagegen verloren die zuletzt mit relativer Stärke glänzenden France Telecom 1,61 Prozent auf 25,74 Euro.

Morrison-Aktien gewannen in London an der "Footsie"-Spitze 8,30 Prozent auf 290,13 Pence. Die Supermarktkette hat eigenen Angaben zufolge einen guten Start in das zweite Halbjahr hingelegt. Die Umsätze auf vergleichbarer Ladenfläche stiegen bis November um 3,7 Prozent - mehr als Analysten erwartet hatten. Abseits des Leitindex sprangen Kelda um 12,59 Prozent auf 1 055 Pence. Der Versorger bestätigte den Erhalt einer Übernahmeofferte eines Konsortiums in Höhe von 1 100,65 Pence.

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