Internationaler Aktienhandel
Ruhiger Handel an Osteuropas Börsen

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Zu Wochenschluss drückte eine verhaltene Stimmung an den europäischen Leitbörsen auf die Kurse.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Zu Wochenschluss drückte eine verhaltene Stimmung an den europäischen Leitbörsen auf die Kurse. "Die Umsätze blieben sehr dünn. Es macht sich bemerkbar, dass in den USA heute nicht gehandelt wird, denn dann halten sich auch die anderen Marktteilnehmer zurück", sagte ein Börsenhändler. In den Vereinigten Staaten wird am Samstag der Unabhängigkeitstag gefeiert und die Börsen bleiben daher bereits an diesem Freitag geschlossen. Ein weiterer Marktteilnehmer sagte, dass sich die Stimmung am Markt seit den US-Arbeitsmarktdaten eingetrübt habe.

Der Warschauer WIG-20 fiel um 0,69 Prozent auf 1 828,27 Punkte, nachdem er bereits am Donnerstag um mehr als zwei Prozent abgesackt war. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 0,49 Prozent auf 30 105,10 Punkte. Positive Vorzeichen verhinderte nach Händleraussagen die Verkaufsstimmung an den europäischen Leitbörsen.

Unter den Einzelwerten litten Papiere von Polski Koncern Naftowy Orlen unter rückläufigen Rohölpreisen. Die Anteilsscheine des führenden Ölunternehmens in Polen verbilligten sich zum Wochenausklang um 1,57 Prozent auf 25,1 Zloty. Einen Kurssprung im Ausmaß von 15,85 Prozent auf 47,80 Zloty absolvierte aber Petrolinvest. Der Ölfeldausrüster verdoppelte seine Schätzungen für das Fördervolumen eines Projektes in Kasachstan.

Die Aktien von Ciech stemmten sich nach positive Nachrichten gegen den allgemeinen Trend. Die Titel des Chemieunternehmens verteuerten sich um 4,91 Prozent auf 27,8 Zloty. Ein Unternehmenssprecher bestätigte Medienberichte über eine starke Gewinnentwicklung im zweiten Quartal.

Auch in der nächsten Handelswoche könnten negative Nachrichten auf die Börsen in Warschau und auch in Budapest zukommen. Die von der EU-Kommission empfohlenen Defizitverfahren gegen fünf Länder stehen am Dienstag im Mittelpunkt des Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. Erwartet wird, dass die Finanzminister die Empfehlungen annehmen, gegen Litauen, Malta, Polen, Rumänien und Ungarn Defizitverfahren einzuleiten.

Der Prager Leitindex PX schloss um 1,20 Prozent niedriger auf 875,90 Punkte. Eine schwache Stimmung an den europäischen Börsen belastet auch in Prag. Dort agierten die Investoren zurückhaltend. Der "Weltaktienindex" Msci Worl Index zeigte sich bereits die dritte Handelswoche in Folge auf dem Rückwärtsgang. Dies ist die längste Verlustserien seit März.

Die Papiere des Schwergewichtes Ceske Energeticke Zavody (CEZ) rückten in Prag zum Wochenschluss in den Fokus der Anleger. Die Aktien des größtes tschechische Stromerzeugers verbuchten ein moderates Minus von 0,47 Prozent auf 823,00 Kronen. Dass das Unternehmen einen Kredit im Ausmaß von 262 Mill. Euro erhielt, um einen Windpark in Rumänien aufzubauen, wurde von den Analysten von Wood positiv gesehen. Die Experten empfehlen die CEZ-Titel mit "Buy" zum Kauf und errechneten ein Kursziel von 1 010 Kronen.

Die Aktien des Energietitels Unipetrol verloren 2,35 Prozent auf 108,44 Euro. Nur leichte Kursrückgänge mussten die Banktitel verbuchen. Erste Group Bank sanken um 0,35 Prozent auf 479,60 Kronen und Komercni Banka fielen unwesentlich um 0,08 Prozent auf 2 553 Kronen.

In Budapest fiel der Leitindex BUX um 1,58 Prozent auf 14 860,65 Einheiten, nachdem er bereits am Donnerstag um mehr als zwei Prozent nachgegeben hatte. Die ungarischen Schwergewichte MOL, OTP Bank, Richter und die Magyar Telekom gaben erneut ohne Ausnahme nach. Magyar Olay es Gazipari (Mol) verloren mit einem Minus von 3,63 Prozent auf 11 130 Forint am stärksten. Russische Medien berichteten, dass das Öl- und Gasunternehmen eine Förderlizenz in West-Sibieren verlieren könnte.

Titel des Telekomunternehmens Magyar Telekom sanken um 2,26 Prozent auf 561 Forint ab. Papiere der OTP Bank fielen um 0,65 Prozent auf 3 478 Forint./sta

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