Internationaler Aktienhandel
Schweiz Börse: Abschläge auf breiter Front

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag abermals mit Abschlägen geschlossen. An einem von Unternehmens- wie auch von Konjunkturseite praktisch impulslosen Handel hätten viele Marktteilnehmer vor dem Wochenende ihre Positionen in Sicherheit gebracht, hieß es. Die Stimmung war Händlern zufolge weiterhin von den schlechten Nachrichten an der Zinsfront geprägt. Der SMI verlor 0,69 Prozent auf 9 166,49 Punkte. Der breitere SPI gab um 0,62 Prozent auf 7 486,93 Punkte nach.

Im Fokus standen am Berichtstag die Aktien von Julis Bär , nachdem die Zukunft des durch die UBS gehaltenen Paketes geklärt wurde. Die Aktie büßte 4,1 Prozent auf 85,35 Franken ein. Die UBS hat ihren Anteil von 20,7% an der Privatbank verkauft. Rund einen Viertel übernahm Julius Bär selber, der Rest wurde zu 84 Franken pro Aktie bei institutionellen Investoren platziert. Die Meldung habe jene Investoren enttäuscht, welche mit einem Verkauf an einen Konkurrenten gerechnet hatten, hieß es am Markt.

Die UBS streicht mit der Transaktion einen Gewinn von rund zwei Mrd. Franken ein und will die Mittel für Aktienrückkäufe verwenden. Die UBS-Aktie verlor 0,9 Prozent auf 75,35 Franken. Damit standen das Papier im Branchenvergleich jedoch gut da. Credit Suisse sanken unter dem Eindruck der Probleme zweier US-Hedgefonds im Zusammenhang mit der Subprime-Hypothekenkrise um zwei Prozent auf 88,90 Franken.

Aus der Verlustzone emporgearbeitet haben sich am Nachmittag Novartis (plus 0,1 Prozent auf 68,25 Franken), nachdem die europäische Gesundheitsbehörde Emea den potenziellen Blockbuster Rasilez zur Zulassung empfohlen hatte. Novartis-Entwicklungspartner Speedel profitierte mit einem Kursplus von 0,6 Prozent auf 178 Franken. Roche -Aktien gingen 0,7 Prozent leichter mit 212,10 Franken aus dem Handel, dies nachdem die Emea empfohlen hatte, die Vermarktung des Anfang Juni zurückgerufenen HIV-Medikaments Viracept auszusetzen.

Nach den jüngsten Avancen gingen Adecco um 1,5 Prozent auf 95,05 Franken zurück und SGS sanken nach einer Rückstufung durch das Wealth-Management der UBS um 1,8 Prozent auf 1 470 Franken. Nach einem schwachen Vortag verloren Lonza weitere 0,7 Prozent auf 112,40 Franken. Marktteilnehmer kolportieren Gerüchte, wonach der Lonza-Kunde Genentech seinen Auftrag zur Wirkstoffherstellung für Rituxan im Jahr 2009 nicht verlängern wird.

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