Internationaler Aktienhandel
Schweizer Börse: Clariant und UBS Spitzenreiter

Der Schweizer Aktienmarkt hat nach einem volatilem Geschäft am Donnerstag fester geschlossen. Besonders die Aktien Clariant und UBS verbuchten überdurchschnittliche Kurszuwächse. Gesucht waren auch Luxusuhrentitel, andere Finanztitel sowie Roche und Nestle.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat nach einem volatilem Geschäft am Donnerstag fester geschlossen. Besonders die Aktien Clariant und UBS verbuchten überdurchschnittliche Kurszuwächse. Gesucht waren auch Luxusuhrentitel, andere Finanztitel sowie Roche und Nestle. Die Aktien Syngenta bewegten sich nach positiven Aussagen von Monsanto auf Rekordniveau.

Der Markt legte dabei nach der Veröffentlichung überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten vorerst etwas zu. Zuvor hatte er die im Morgenhandel erzielten Gewinne bis in die Mittagszeit weitgehend wieder abgegeben. Danach lastete aber zeitweise die Ankündigung einer möglichen EZB-Zinserhöhung - man spricht von 25 Basispunkten - sowie ein ebenfalls zum Franken zeitweise nachgebender Dollar auf dem Markt. Davon erholte sich die Börse im späten Handel jedoch wieder.

Der SMI schloss um 0,70 Prozent oder 52,75 Stellen höher bei 7 567,23 Punkten. Der gekappte SLI legte um 0,83 Prozent auf 1 165,69 Zähler zu. Der SPI stieg um 0,65 Prozent auf 6 380,34 Stellen.

Klare Gewinner unter den SMI- und SLI-Titeln waren Clariant mit einem Plus von 4,9 Prozent auf 12,95 Franken. Ein von der Schweizer dpa-AFX-Partneragentur AWP veröffentlichtes Interview sei offensichtlich als Anlass genommen worden, die Leerpositionen etwas zu schließen. Clariant-Finanzvorstand Patrick Jany hatte in dem Interview die Ziele bis 2010 bestätigt und sich zu den laufenden Restrukturierungen zuversichtlich geäußert. Die Maßnahmen seien aus eigener Kraft finanzierbar, die Dividende deshalb nicht gefährdet, sagte Jany.

Givaudan (+3,5 Prozent auf 1 050 Franken) und Ciba (+3,0 Prozent auf 35,56 Franken) zählten ebenfalls zu den größten Gewinnern. Givaudan hätten von einer positiven Studie von Lehman Brothers profitiert, sagten Marktbeobachter. Der US-Broker hatte das Rating auf Overweight (Equalweight) und das Kursziel auf 1 200 (1 167) Franken angehoben.

Syngenta (+1,4 Prozent auf 333,50 Franken) zogen nach positiven Kommentaren des US-Mitbewerbers Monsanto an einer Agrochemiekonferenz von Merrill auf Höhe eines Rekordniveaus an. Die Anleger hätten Rückschlüsse auf das Schweizer Unternehmen gezogen, hieß es unter Marktbeobachtern.

Auch UBS (+4,2 Prozent auf 26,30 Franken) notierten deutlich fester und waren weit mehr gesucht als die übrigen Bankwerte. Dabei handle es sich um eine Gegenbewegung zu den Kursverlusten der letzten Tage im Zuge der Kapitalerhöhung. Der Titel sei offenbar "überverkauft" gewesen, so Händler. Auch Credit Suisse (+0,6 Prozent auf 52,10 Franken) gewannen etwas an Terrain, Julius Bär gaben hingegen um 0,1 Prozent auf 78,40 Franken nach.

Nestlé (+1,0 Prozent auf 520,00 Franken) erhielten Auftrieb von einer positiven Studie von Lehman Brothers zum Lebensmittelsektor. Demnach werde die Branche in den nächsten sechs bis zwölf Monaten bessere Resultate erzielen, als bisher angenommen.

Neben Swatch (+1,8 Prozent auf 289,75 Franken) und Richemont (+1,6 Prozent auf 65,55 Franken) waren auch die Aktien des Index-Schwergewichts Roche (+0,7 Prozent auf 184,80 Franken) gesucht. Novartis gaben nach frühen Gewinnen infolge positiver Studienergebnisse zu Rasilez/Tekturna 0,7 Prozent auf 54,45 Franken ab.

Größte Verlierer waren SGS (-2,4 Prozent auf 1 557,00 Franken) und Actelion (-1,7 Prozent auf 58,15 Franken). Letztere litten nach den jüngsten Kursgewinnen an Gewinnmitnahmen.

Im breiten Markt waren Lem (+7,1 Prozent) nach Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 stark gesucht. Speedel (+4,2 Prozent) reagierten auf die positiven Nachrichten zum Novartis-Medikament Rasilez/Tekturna. Das biopharmazeutische Unternehmen ist am Umsatz aus den Verkäufen des Lizenzpartners beteiligt. Deutlich sanken hingegen die Kurs von Atel (-7,7 Prozent) und Global Natural nach.

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