Internationaler Aktienhandel
Schweizer Börse: Novartis und Roche stützen

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag den Handel mit klaren Gewinnen geschlossen.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Börse hat am Donnerstag den Handel mit klaren Gewinnen geschlossen. Aufgrund der guten Vorgaben aus den Usaund Japan war der Markt bereits mit deutlichen Aufschlägen in den Handel gestartet, gab dann im Laufe des Tages allerdings etwas nach und erreichte kurz nach 15 Uhr das Tagestief. Mit der freundlichen Entwicklung an den US-Börsen legten die hiesigen Märkte am späteren Nachmittag dann aber wieder zu und schlossen in der Nähe des Tageshochs.

Stützend wirkten sich am hiesigen Markt vor allem die beiden SMI-Schwergewichte Novartis und Roche aus. Insgesamt waren Neuigkeiten von Unternehmensseite aber eher rar. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturzahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und die zweite Veröffentlichung des BIP fielen mehr oder weniger gemäss den Erwartungen aus, sorgten aber für etwas Entspannung.

Der Leitindex SMI legte zum Handelsschluss 0,90 Prozent auf 7 541,76 Zähler zu, der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index SLI 0,69 Prozent auf 1 158,26 Punkte. Der Gesamtmarkt (SPI ) gewann 0,87 Prozent auf 6 350,44 Zähler.

Gesucht waren im Vorfeld des am Freitag beginnenden Onkologiekongresses Asco vor allem die Papiere von Novartis (plus 2,1 Prozent auf 55,25 Franken) und Roche (plus 1,5 Prozent auf 180,2 Franken). Ein Händler meinte, die Konferenz sei immer wieder gut für positive Nachrichten.

Gefragt waren zudem Swiss Re (plus 1,6 Prozent auf 80,80 Franken) und Swiss Life (plus 1,5 Prozent auf 293,75 Franken). Händler führten die Nachfrageimpulse bei Swiss Re auf beruhigende Aussagen zweier deutscher Mitbewerber zum schweren Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan zurück. ZFS (plus 1,1 Prozent auf 303,50 Franken) zogen nach, Baloise (plus 0,5 Prozent auf 118 Franken) blieben hingegen bis zum Schluss unterdurchschnittlich.

Mit deutlichen Aufschlägen verabschiedeten sich auch ABB (plus 1,4 Prozent auf 34,12 Franken) vom heutigen Tagesgeschehen. Die Papiere profitieren von einer Studie der UBS, die den Titel neu in die Swiss Core List aufgenommen hat. Auf der anderen Seite hat die UBS Holcim (minus 0,7 Prozent auf 97,90 Franken) von der Liste gestrichen. Der Baukonzern wurden zudem von einer Kurszielsenkung durch Morgan Stanley belastet.

Unterdurchschnittlich zeigten sich die Bankenwerte. Während Julius Bär (plus 0,8 Prozent auf 83,50 Franken) und Credit Suisse (plus 0,3 Prozent auf 53 Franken) im Plus notierten, verloren UBS 1,0 Prozent auf 25,78 Franken. Der Druck aus dem Anrechtehandel nehme zwar langsam etwas ab, meinte ein Händler, dennoch werde UBS wohl noch einige Tage volatil bleiben und in der Tendenz zur Schwäche neigen.

Die Chemietitel profitierten teilweise noch von der am Vortag angekündigten Preiserhöhung von Dow Chemical. Allerdings dürfte der hohe Ölpreis weiterhin auf den Papieren lasten. Clariant standen am Schluss mit 0,2 Prozent im Minus auf 11,50 Franken, während Syngenta 1,5 Prozent höher auf 319 Franken schlossen. Im SLI zeigten sich Lonza (plus 3,6 Prozent) stark, während Ciba (plus 0,1 Prozent) nur moderate Gewinne verzeichneten.

Deutliche Abgaben mussten Actelion (minus 1,6 Prozent) hinnehmen, zwischenzeitlich war das Minus gar über vier Prozent. Händler führten die Abgaben auf positive Studienergebnisse von Gilead Sciences zum Medikament Letairis zurück. Actelion waren kurz vor Börsenschluss gar kurz vom Handel ausgesetzt.

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