Internationaler Aktienhandel
Schweizer Börse: Ölpreis-Rückgang belebt

Die Schweizer Aktienbörse hat am Dienstag unter ihrem Tageshoch fester geschlossen. Dabei konnte der Markt im späteren Nachmittagshandel als Reaktion auf nachgebende Rohölnotierungen und freundliche US-Börsen deutlich zulegen, gab aber in der Schlussauktion nochmals Boden preis.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktienbörse hat am Dienstag unter ihrem Tageshoch fester geschlossen. Dabei konnte der Markt im späteren Nachmittagshandel als Reaktion auf nachgebende Rohölnotierungen und freundliche US-Börsen deutlich zulegen, gab aber in der Schlussauktion nochmals Boden preis. Als Stütze hatten sich auch schon den ganzen Handelstag über gesuchten Indexschwergewichte wie Roche , Novartis und Nestle erwiesen. UBS gaben hingegen nach dem Abzug des Bezugsrechtes weiter nach.

Vor allem die wieder deutlich unter das Rekordniveau von 135 Dollar/Barrel gefallenen Rohölpreise haben den Markt belebt. Zuvor hätten die rekordhohen Notierungen wie ein Deckel steigende Aktienpreise verhindert, sagte ein Händler der dpa-AFX Partneragentur AWP. Marktbeobachter erklärten die jüngsten Öl-Preisrückgänge vor allem mit dem wieder etwas festeren Dollar, der Rohöl für Investoren ausserhalb des Dollarraums wieder etwas verteuere und somit die Nachfrage sinken lasse. Zudem wurde auf erneut ungünstige Konjunkturdaten vom US-Immobilienmarkt verwiesen.

Der SMI schloss um 0,73 Prozent oder 54,07 Punkte höher auf 7 417,97 Stellen. Die Tageshöchstnotierungen lagen bei 7 473,39 Punkten. Der SLI legte um 0,52 Prozent auf 1 140,24 Stellen zu. Der SPI zog um 0,66 Prozent auf 6 246,54 Zähler an.

Unter den SMI-Aktien waren defensive Werte gesucht. Alleine Roche GS (+1,9 Prozent auf 176,00 Franken) und Novartis (+1,6 Prozent auf 54,30) waren für rund zwei Drittel des Zuwächses verantwortlich. Nestle legten um 0,9 Prozent auf 504,00 Franken zu. Richemont (+1,0 Prozent auf 64,00 Franken) und Swatch (+0,9 Prozent auf 282,50 Franken) gewannen nach starken Zahlen zu den Schweizer Uhrenexporten.

Die prozentual größten Gewinne verzeichneten hingegen Julius Bär (+2,9 Prozent auf 81,65 Franken) und Baloise (+2,2 Prozent auf 115,30 Franken). Im Handel werden die Gewinne in beiden Titeln auf Umschichtungen zurück geführt. Zudem hätte der Versicherer vom erstmaligen Einbezug in den Msci-Switzerland-Index und der Vermögensverwalter von einer stärkeren Gewichtung im Msci-Index profitiert. Zwar war die Indexanpassung bereits seit Anfang Monat bekannt, wird aber erst per Anfang Juni wirksam und habe so dennoch Käufe ausgelöst.

Im Zuge dieser Umschichtungen gaben CS um 0,4 Prozent auf 52,30 Franken nach. Swiss Life verloren um 1,0 Prozent auf 288,25 Franken. Nach anfänglichen Verlusten zeigten sich Swiss Re (+0,5 Prozent auf 77,75 Franken) und ZFS (unverändert auf 302,25 Franken) resistenter.

UBS rangierten mit-7,0 Prozent oder-1,96 Franken auf 26,24 Franken am Ende der Tabelle. Die heute ex-Bezugsrechte zur Kapitalerhöhung gehandelten Grossbanktitel standen somit auch unter Ausrechnung des Bezugsrechtsabgangs von 1,85 Franken noch leicht im Minus.

Syngenta gaben um 2,6 Prozent auf 306,00 Franken nach. Marktbeobachter führten die tieferen Kurse auf eine Studie von Lehman Brothers zurück, wonach die Nachfrage nach Düngemitteln wahrscheinlich abflauen werde.

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