Internationaler Aktienhandel
Schweizer Börse: Rasant ins Wochenende

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag deutlich fester geschlossen und damit den seit zwei Wochen andauernden Aufwärtstrend fortgesetzt. Für Auftrieb sorgten das Angebot von Microsoft an Yahoo sowie ein Rettungsplan einiger internationaler Banken für in Schieflage geratene Kreditversicherer.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag deutlich fester geschlossen und damit den seit zwei Wochen andauernden Aufwärtstrend fortgesetzt. Für Auftrieb sorgten das Angebot von Microsoft an Yahoo sowie ein Rettungsplan einiger internationaler Banken für in Schieflage geratene Kreditversicherer. Nach einem mäßig freundlichen Start sorgte Microsoft am Nachmittag für eine rasante Rally des SMI.

Zwar fiel der Index wieder etwas von den Höchstständen zurück, gestützt von insgesamt positiven Konjunkturdaten - vor allem der überraschende Anstieg des ISM Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe ist besonders beachtet worden - konnte aber ein hohes Niveau bei rund 7 800 Punkten gehalten werden.

Der SMI legte schließlich 145,45 Punkte oder 1,90 Prozent auf 7 815,98 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende SLI zog ebenfalls um 1,90 Prozent auf 1 192,94 Stellen und der breiter gefasste SPI um 1,92 Prozent auf 6 354,02 Punkte.

Das Übernahmeangebot von Microsoft in der Höhe von rund 45 Mrd. Dollar habe natürlich die Fantasie an den Börsenplätzen angekurbelt und für eine willkommene Abwechslung zu den Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen gesorgt, hieß es im Handel.

Und vom Rettungsplan für die Kreditversicherer profitierten vor allem die Finanzwerte. Als Tagessieger profilierten sich Julius Bär (+6,0 Prozent auf 79,25 Franken). Aber auch CS (+2,4 Prozent auf 62,25 Franken), Swiss Re (+3,0 Prozent auf 82,80 Franken) oder ZFS (+2,3 Prozent auf 313 Franken) boten eine gute Performance. UBS (+0,2 Prozent auf 44,40 Franken) schnellten wie beispielsweise CS nach dem TV-Bericht über den Rettungsversuch für die Kreditversicherer vom Minus klar in die Gewinnzone nach oben, gaben aber im weiteren Verlauf den größten Teil der Gewinne wieder ab.

Sehr stark waren auch ABB (+4,1 Prozent auf 27,90 Franken), Holcim (+3,5 Prozent auf 108,30 Franken) oder Adecco (+3,1 Prozent auf 57,95 Franken). Adecco wurden zwar vorübergehend von den eher enttäuschenden Arbeitsmarktdaten in den USA etwas gebremst, gute Zahlen des Konkurrenten Manpower hatten schließlich aber mehr Einfluss auf den Titel.

Weitere Stützen für den Gesamtmarkt waren Nestle (+2,7 Prozent auf 496 Franken) oder Roche (+1,8 Prozent auf 199,40 Franken). Novartis (+0,6 Prozent auf 54,85 Franken) landeten dagegen weit hinten.

Verluste erlitten einzig Synthes (-0,3 Prozent auf 137,40 Franken) und Syngenta (-2,7 Prozent auf 277,25 Franken). Syngenta wurden von einer Verkaufsempfehlung der UBS zurückgebunden. Außerdem dürfte eine Klage in den USA wegen Patentrechtsverletzungen den Titel zumindest leicht belastet haben.

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