Internationaler Aktienhandel
Schweizer Börse: Roche belastet

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Mittwoch mit einer insgesamt freundlichen Tendenz beendet. Die deutlichen Verluste von Roche-Aktien nach dem Zahlenausweis zum Geschäftsjahr 2008 belasteten den Gesamtmarkt jedoch stark.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat den Mittwoch mit einer insgesamt freundlichen Tendenz beendet. Die deutlichen Verluste von Roche-Aktien nach dem Zahlenausweis zum Geschäftsjahr 2008 belasteten den Gesamtmarkt jedoch stark. Dies konnten die mehrheitlich positiv gestellten übrigen Bluechips erst in der Schlussphase ausgleichen.

Erste US-Konjunkturdaten am Nachmittag zum Immobilienmarkt sowie der ADP-Arbeitsmarktbericht hatten zunächst keinen maßgeblichen Einfluss auf die Börse. Am späteren Nachmittag hievte sich der Leitindex SMI nach der Publikation des ISM-Index und positiven Impulsen von der Wall Street vorübergehend ins Plus und schloss dann auch positiv. Die Stimmung der Einkaufsmanager im Dienstleistungssektor in den USA hatte sich im Januar überraschend aufgehellt.

Der SMI rückte bis Handelsende 7,85 Punkte beziehungsweise 0,15% auf 5 225,46 Punkte vor (Tageshoch 5 227,69, Tagestief 5 142,15 Zähler). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) gewann 2,16% auf 751,31 Punkte - hier ist der Einfluss von Roche Holding begrenzt - und der breite SPI kletterte 0,35% auf 4 329,16 Punkte.

Roche (-9,1% auf 147,80 Franken, Tagestief 145,00 Franken) mussten nach der Publikation des Jahresergebnisses 2008 die deutlichsten Verluste im SMI /SLI hinnehmen. Der Pharmakonzern blieb vor allem beim Gewinn hinter den Markterwartungen zurück. Auch der Ausblick auf 2009 wurde in Analystenkreisen einhellig als "Enttäuschung" bezeichnet.

Die großkapitalisierten Nestle (-1,3% auf 39,52 Franken) verloren im Tagesverlauf nach schlechten Nachrichten des US-Konkurrenten Kraft Foods. Novartis (+1,2% auf 49,02 Franken) als weiteres Index-Schwergewicht dagegen schlossen fester.

Swisscom (-3,1% auf 357,75 Franken) litten unter einer negativen Studie der UBS . Die Analysten senkten das Rating auf "Neutral" von "Buy" und das Kursziel auf 385 von 420 Franken.

Richemont (+5,6% auf 17,32 Franken) und Swatch (+3,6% auf 136,50 Franken) rückten vor. Die Citigroup hatte die Kaufempfehlung für die Titel des Bieler Uhrenkonzerns bestätigt. Allerdings wiesen die Analysten auch darauf hin, dass im laufenden Jahr mit einem Rückgang der Schweizer Uhrenexporte von 8% gerechnet werden müsse

Die Assekuranzen tendierten ebenfalls fester, vor allem ZFS (+6,7% auf 215 Franken) vor dem (morgigen) Zahlenausweis. Auch Baloise (+3,7% auf 79,05 Franken) legten nach einem Interview des neuen CEO Martin Strobel in der Finanzpresse zu sowie Swiss Re (+4,7% auf 30,16 Franken). Die deutsche Munich Re hatte am Berichtstag Zahlen zum vergangenen Jahr vorgelegt und Angaben zur Erneuerungsrunde gemacht. Analysten werteten das Ergebnis als positiv.

Swiss Life gewannen "nur" 0,8% auf 63,45 Franken. Marktbeobachter machen tiefer als erwartete Prämieneinnahmen des italienischen Versicherungskonzerns Generali im vierten Quartal 2008 für die geringeren Avancen verantwortlich.

CS (+9,3% auf 32,60 Franken) arbeiteten sich bis fast an die Tabellenspitze vor. Die Titel wurden von positiven Aussagen des CEO Brady Dougan am Financial Services Forum 2009 in Florida beflügelt. Dougan sprach sich für das Modell der integrierten Bank aus. Das Institut sei bestens positioniert, wenn die Finanzmärkte drehen sollten, hieß es weiter. Auch UBS (+5,0% auf 13,90 Franken) legten zu, Julius Bär (+1,1% auf 34,04 Franken) deutlich moderater.

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