Internationaler Aktienhandel
Schweizer Börse: SMI steigt über 5 000

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem schwankungsfreudigen Handel deutlich im Plus geschlossen und die wichtige Marke von 5 000 Punkten überschritten.

dpa-afx ZÜRICH. Der schweizerische Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem schwankungsfreudigen Handel deutlich im Plus geschlossen und die wichtige Marke von 5 000 Punkten überschritten. Der SMI war kurz nach Börsenstart deutlich in die Verlustzone gefallen und hatte sich nur langsam wieder dem Vortagesschlusskurs annähern können. Die US-Arbeitsmarktdaten fielen schwächer als erwartet aus und drohten die Erholungstendenzen zu erstickten. Nach weiteren US-Konjunkturdaten wurde dann aber eine Schlussrally ausgelöst.

Der SMI legte schließlich um 1,78 Prozent auf 5 014,9 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI notierte 2,17 Prozent höher bei 706,37 Zählern und der breite Gesamtmark."204,26 Punkte zu.

Die größten Aufschläge verzeichneten bei Handelsschluss im SMI OC Oerlikon (+8,4 Prozent auf 39,46 Schweizer Franken), Swiss Life Holding (+8,2 Prozent auf 85 Franken) und der Credit Suisse (+5,9 Prozent auf 36,72 Franken).

Unter den Finanzwerten legten auch Julius Bär (+3,6 Prozent auf 29 Franken) und UBS (+4,3 Prozent auf 11,16 Franken) deutlich zu. Die Aktien von UBS profitierten von Personalneuigkeiten. Unternehmenschef Oswald Grübel räumt auf und setzt dabei auf die alte Garde der Credit Suisse (CS) . So wurde am Mittwoch bekannt, daß er den früheren CS-Schweiz-Chef Ulrich Körner ab sofort zum neuen Group Chief Operating Officer und CEO des Corporate Centers ernannt hat. Analysten kommentierten diesen Entscheid wohlwollend.

Gesucht waren am Schluss auch wieder die Swisscom-Titel (+1,0 Prozent auf 323 Franken). Die Papiere profitierten von Aussagen des Chefs der italienischen Tochter Fastweb. Dieser sagte in einem Interview, dass der italienische Markt trotz der ungünstigen Wirtschaftsaussichten noch Raum für Wachstum biete. Er zeigte sich zudem optimistisch für das laufende Geschäftsjahr. Zudem stützte noch eine Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs auf 389 Franken.

Unter den weiteren SMI-Schwergewichten schlossen Nestle (+1,6 Prozent auf 39,10 Franken) und Novartis (+1,0 Prozent auf 43,50 Franken) im Plus, während Roche (-0,3 Prozent auf 155,80 Franken) leicht tiefer aus dem Handel gingen. Das Unternehmen konnte zwar gleich zwei Erfolge für das Medikament Avastin zur Behandlung von Hirnkrebs vermelden, die Papiere gaben aber trotzdem nach.

Zu den Verlierern im SMI gehörten bis zum Schluss auch Petroplus (-6,8 Prozent auf 14,93 Franken), nachdem die UBS den Titel auf "Sell" gesenkt und das Kursziel reduziert hatte. Die Analysten verwiesen dabei auf die signifikanten Überkapazitäten im europäischen Raffineriesektor. Gleichzeitig hatte auch Goldman Sachs das Kursziel gesenkt.

Abgaben gab es zudem auch noch bei Givaudan (-1,5 Prozent auf 581 Franken), Ciba (-0,4 Prozent auf 48,40 Franken) und Lonza (-1,1 Prozent auf 111,30 Franken). Für Letztere hatte Goldman Sachs die Anlageempfehlung auf "Sell" gesenkt. Im Vergleich zum Sektor habe der Titel in den letzten Monaten eine deutlich bessere Performance ausgewiesen und scheine deshalb stark überbewertet, so die Analysten.

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