Internationaler Aktienhandel
Schweizer Börse: UBS belastet den Markt

Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Freitag mit der Schlussrally knapp in die Gewinnzone gerettet. Nach einem freundlichen Start gaben die Indizes im Tagesverlauf stetig nach, um am Nachmittag vorübergehend in die Verlustzone zu tauchen und gegen Handelsende um die Nulllinie zu pendeln.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Freitag mit der Schlussrally knapp in die Gewinnzone gerettet. Nach einem freundlichen Start gaben die Indizes im Tagesverlauf stetig nach, um am Nachmittag vorübergehend in die Verlustzone zu tauchen und gegen Handelsende um die Nulllinie zu pendeln. Somit ergab sich auch für die gesamte Woche eine negative Entwicklung. Gebremst hatten dabei vor allem die Schwergewichte UBS, Novartis und Nestle.

Das Geschehen sei wenig inspiriert gewesen, sagten Händler. Auch die Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben in den USA sowie die Zweitpublikation des Michigan-Index bewegten die Indizes in der Schweiz kaum, auch wenn das Michigan-Konsumklima besser ausfiel als erwartet.

Der SMI legte schließlich um 0,27 Prozent auf 5 375,99 Punkte zu. Im Wochenvergleich ergab sich dennoch ein leichtes Minus von 0,8 Prozent. Der 30 Titel umfassende SLI zog um 0,12 Prozent auf 803,95 Punkte an, und der breite Gesamtmarkt SPI um 0,28 Prozent auf 4 636,49 Punkte.

Die Aktien der UBS (-5,4 Prozent) standen wegen der in der Nacht zum Freitag bekanntgegebenen Kapitalerhöhung im Fokus - und mit Abstand am Tabellenende des SMI. Die Kapitalerhöhung sei nach entsprechenden Gerüchten am Vortag zwar bereits eingepreist gewesen, hieß es im Handel. Auch der in Aussicht gestellte Verlust für das zweite Quartal sei keine Überraschung, aber doch ein Dämpfer. Auch der Nettoneugeldabfluss habe enttäuscht.

Im Gegensatz zu UBS nahmen die Aktien der Credit Suisse (+4,0 Prozent) einen Spitzenplatz unter den Blue-Chips ein, geschlagen einzig von Logitech (+4,9 Prozent). Credit-Suisse-Papiere profitierten nicht nur von der Schwäche der UBS, sondern auch von einem positiven Kommentar verbunden mit einer Kurszielerhöhung auf 49 Franken durch den Mitbewerber. Die UBS begründete die höheren Schätzungen für die Credit Suisse aufgrund der Entwicklung im Investmentbanking.

Von den weiteren Finanzwerten zogen Baloise (+1,2 Prozent), Julius Bär (+2,4 Prozent) und Swiss Life (+2,1 Prozent) an, wogegen Zurich Financial Services (ZFS) (-0,4 Prozent) und Swiss Re (-0,1 Prozent) etwas an Terrain einbüßten.

Die größten Verlierer hinter UBS waren Synthes (-1,9 Prozent), Nobel Biocare (-1,4 Prozent) und ABB (-1,0 Prozent). Einen positiveren Abschluss des Gesamtmarktes verhinderten aber vor allem Novartis (unverändert) und Nestle (-0,2 Prozent). Novartis hatte von der EU-Gesundheitsbehörde die Marktzulassung für Aclasta zur Therapie von Osteoporose erhalten, was dem Titel allerdings kaum half.

Die Papiere von Roche (+1,7 Prozent), Syngenta (+1,2 Prozent), Swatch (+1,6 Prozent) und OC Oerlikon (+3,2 Prozent) hielten sich hingegen in der erweiterten Spitzengruppe. Syngenta hatte eine Kooperationsvereinbarung mit der amerikanischen Evogene sowie die Lizenzierung einer Chromatin-Gentechnologie für Zuckerrohr bekanntgegeben.

Auch Roche wartete mit Produkteneuigkeiten auf. So hat der Konzern in der EU Zulassungsanträge für drei neue Indikationen für das Medikament Mabthera als zur Behandlung Rheumatoider Arthritis eingereicht. Einen vorübergehenden Schub erhielten die Genussscheine am Nachmittag von einer positiven Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde Chmp zum Medikament Avastin in Kombination mit Docetaxel gegen Brustkrebs.

Im breiten Markt brechen Looser nach Bekanntgabe der Details zur bereits angekündigten Kapitalerhöhung um rund 20 Prozent ein, nachdem der Titel am Morgen lange ungehandelt blieb. Das Jahrestief der seit einem Jahr an der SIX gelisteten Aktie sank nun auf 44 Franken. Zweistellige Verluste erlitten auch Baumgartner (-17,6 Prozent) und Intersport (-11,8 Prozent).

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