Internationaler Aktienhandel: Schweizer Börsen: Rezessionsängste belasten

Internationaler Aktienhandel
Schweizer Börsen: Rezessionsängste belasten

Der Schweizer Aktienmarkt hat zu Wochenbeginn mit relativ deutlichen Verlusten geschlossen. Die wichtigsten Indizes hatten bereits aufgrund schwacher Vorgaben aus den USA und Asien zu Handelsbeginn Abgaben verzeichnet.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat zu Wochenbeginn mit relativ deutlichen Verlusten geschlossen. Die wichtigsten Indizes hatten bereits aufgrund schwacher Vorgaben aus den USA und Asien zu Handelsbeginn Abgaben verzeichnet. In der Folge machten sich an den europäischen Märkten erneut Rezessionsängste bemerkbar und die Verluste weiteten sich aus. Zwischenzeitlich ist der SMI sogar unter die Marke von 7 500 Punkten gesunken.

Bis Börsenschluss sank der SMI um 1,37 Prozent oder 105,15 Punkte auf 7 581,73 Zähler. Der 30 Titel umfassende SLI gab 1,43 Prozent auf 1 152,03 Punkte nach und der breite SPI verlor 1,39 Prozent auf 6 155,43 Zähler.

Das kurzfristig starke Minus am Nachmittag wurde mit den schlechter als erwartet ausgefallenen US-Neubauverkäufen begründet. Die Indizes erholten sich jedoch relativ rasch von diesen schwachen Werten. Man reagiere am Markt nicht mehr so wild wie letzte Woche, hieß es im Handel dazu.

Bei den Schwergewichten gaben Novartis mit minus 1,8 Prozent auf 54,55 Franken die Richtung vor, dies allerdings ohne fundamentale Unternehmensnachrichten. Besser hielten sich Roche , die 0,9 Prozent auf 192,20 Franken einbüßten. Roche dürfte am kommenden Mittwoch einen überzeugenden Jahresabschluss abliefern. außerdem hatte das Krebsmedikament Avastin eine EU-Zulassungerweiterung in der Behandlung von Dickdarmkrebs gewährt. Nestle gingen um 1,2 Prozent auf 474,50 Franken zurück.

Bei den Banken hielten sich die Abgaben bei Credit Suisse Group mit minus 1,0 Prozent auf 59,35 Franken noch in Grenzen. Julius Bär konnten sogar 0,3 Prozent auf 72,50 Franken dazugewinnen, während UBS um 1,5 Prozent auf 45,48 Franken nachgaben. In der Sonntagspresse war darüber spekuliert worden, dass Fonds aus dem Umfeld der Regierung Katars (Qatar Investment Authority) sich an der Credit Suisse mit rund fünf Prozent beteiligen wollen. Zurich Financial Services(ZFS) büßten 0,7 Prozent auf 300,25 Franken ein und konnten damit leicht von Aussagen des CEO James Schiro profitieren. Dieser sagte gegenüber der "Sonntagszeitung": ""Wir haben keine Subprime-Verluste zu beklagen. Im Vergleich zur Krise 2001 und 2002 sind wir heute in einer guten Position." Aaußerdem hat die ZÜRich mit dem ehemaligen Premierminister Grossbritanniens, Tony Blair, einen Beratervertrag abgeschlossen. Die Aktien von Valora reagierten mit minus 2,6 Prozent auf die am Freitag überraschend nachbörslich publizierten Umsatzzahlen. Für das Unternehmen viel wichtiger ist die ausserordentliche Generalversammlung vom kommenden Mittwoch, an der eine Erneuerung des Verwaltungsrates erfolgen soll.

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