Internationaler Aktienhandel
Technische Erholung an Japans Börse

Nach den starken Verlusten des Vortages hat die asiatische Leitbörse Börse in Tokio am Freitag den Handel mit deutlichen Kursgewinnen beendet. Experten nannten eine technische Erholung als Ursache für das versöhnliche Ende der Handelswoche.

HB TOKIO/HONGKONG. Hoffnungen auf eine Konjunkturerholung im Zuge der weltweiten Regierungshilfen haben den Börsen in Fernost am Freitag Gewinne beschert. Vor allem Nachrichten über geplante Staatshilfen für den US-Immobilienmarkt gaben den Kursen Auftrieb. Nach drei Handelstagen mit Verlusten gewann in Tokio der 225 Werte umfassende Nikkei-Index rund ein Prozent auf 7 779 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,6 Prozent im Plus bei 764 Zählern.

Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten fester. Aktienhändler nannten als einen weiteren Grund für die Kursaufschläge die Festigung des Dollars zum Yen.

Am Devisenmarkt tendierte der Dollar zum Mittag bei 91,15-20 Yen nach 90,15-17 Yen am späten Vortag. Der Euro lag leichter bei 1,2885-90 Dollar nach 1,2935-37 Dollar am späten Vortag. Zum Yen tendierte er fester bei 117,45-50 Yen nach 116,61-65 Yen am späten Vortag.

US-Hypothekenpläne geben Auftrieb

In den USA hatte der Dow-Jones-Index am Donnerstagabend nach einem regelrechten Schlussspurt in der letzten Handelsstunde anfängliche Verluste nahezu vollständig kompensiert und schloss fast unverändert. Auslöser war Börsianern zufolge ein Medienbericht, wonach die US-Regierung Hypothekenzahlungen für in Not geratene Hausbesitzer bezuschussen möchte.

„Die Meldungen über die geplanten Hilfen hat den Aktienmarkt zeitweise angekurbelt“, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities. „Den vorgestellten Maßnahmen zur Unterstützung von Banken und der Gesamtwirtschaft hat es bisher an Details gemangelt, und das ist das Problem. Der Markt will wissen, wie und wann die US-Regierung etwas vorstellt, das sich als effektiv erweist.“ Am Freitag wollen in Washington Senat und Repräsentantenhaus über das geplante 789 Milliarden Dollar schwere Konjunkturpaket abstimmen.

Japanische Exportwerte wie der Kamerahersteller Canon von einem zeitweise schwächeren Yen profitieren. Canon-Aktien gewannen 1,6 Prozent, die von Tokyo Electron 1,5 Prozent. Dagegen brachen die Papiere des Elektronikkonzerns Pioneer nach der Ankündigung von Stellenstreichungen und dem Ausstieg aus dem Geschäft mit Flachbildschirmen um über 20,2 Prozent ein.

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