Internationaler Aktienhandel
UBS treibt Züricher Börse an

Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel am Montag mit deutlichen Gewinnen beendet. Nach einer schwächeren ersten Sitzungshälfte mit meist negativem Indexstand drehten die Kurse ab dem frühen Nachmittag ins Plus und legten in der zweiten Tageshälfte bis zum Schluss immer mehr zu. Gewinner des Tages: UBS.

ZÜRICH (dpa-AFX) - Als Grund für die Wende ab dem Mittag nannten Marktteilnehmer vor allem die positive Stimmung an der Wall Street. In erster Linie die Finanztitel legten dort dank einem sehr positiven Kommentar der branchenweit angesehenen Banken-Analystin Meredith Withney stark zu. Diese hatte zuvor die Einstufung für die Aktien der US-Bank Goldman Sachs erhöht und liegt mir ihren Gewinnschätzungen nun deutlich über dem Analystenkonsens. Die Volumen am schweizerischen Markt seien aber angesichts der Sommerferien an vielen Orten mehrheitlich gering gewesen, sagten Händler. Mit den anstehenden Quartalsveröffentlichungen sollte sich dies im weiteren Wochenverlauf aber wieder etwas ändern.

Das Blue Chips Barometer SMI legte am Montag um 1,48 Prozent zu und schloss mit 5.315,29 Punkten nahe dem Tageshoch. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) legte um 1,49 Prozent auf 787,92 Stellen zu und der breite Swiss Performance Index (SPI ) gewann 1,33 Prozent auf 4.580,14 Punkte.

UBS starteten bereits relativ gut und waren zum Schluss mit einem Plus von 4,8 Prozent größter Gewinner unter den SMI-Titeln. Händler begründeten den Kursanstieg vor allem mit den Hoffnungen, dass die Bank im Streit mit US-Behörden um die Herausgabe von Kundendaten einen außergerichtlichen Vergleich erreichen wird. Für die Marktbeobachter würde dies grundsätzlich eine gute Nachricht darstellen, allerdings wiesen Analysten auch darauf hin, dass die Unsicherheiten noch nicht vom Tisch seien.

Die übrigen Bankenwerte konnten sich dank der positiven Entwicklung in den USA am Nachmittag ins Plus hieven und schlossen ebenfalls deutlich höher. Bei der Credit Suisse waren es am Ende plus 2,1 Prozent, bei Julius Bär plus 1,6 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen in diesem Zusammenhang auch auf die anstehenden Zahlen der großen US-Banken in dieser Woche. Aber auch die Versicherer profitierten von der guten Stimmung für Finanztitel: Swiss Re plus 3,8 Prozent, ZFS plus 2,8 Prozent, Swiss Life Holding plus 2,2 Prozent. Etwas zurück blieb einzig Baloise , die den SMI bald verlassen müssen, mit plus 0,9 Prozent.

Holcim (-1,8 Prozent) verbuchten die größten Abschläge im SMI. Unternehmenschef Markus Akermann hatte sich in einem Interview zwar zuversichtlich gezeigt, was die Kapitalerhöhung angeht. Hedge Fonds spekulierten jedoch noch einmal auf tiefere Kurse, hieß es am Markt. Auch habe der Zementabsatz in den USA im Monat Mai erneut deutlich unter dem Vorjahr gelegen.

Swatch gewannen durchschnittliche 1,4 Prozent. Der Chef des Uhrenkonzerns, Nick Hayek, rechnet nach schwierigen Monaten zu Beginn des Jahres mit deutlich besseren Ergebnissen im zweiten Halbjahr, wie er der Sonntagspresse sagte. Die Aktien des Konkurrenten Richemont gewannen dagegen deutliche 2,8 Prozent.

Roche (plus 0,2 Prozent) fielen am Nachmittag in Richtung Tabellenschluss. Am Morgen hatte der Pharmakonzern noch mit einer Phase-III-Studie für Tarceva bei Lungenkrebs einen Erfolg erzielt. Die anderen Index-Schwergewichte hielten sich etwas besser: Nestle plus 1,5 Prozent und Novartis plus 0,9 Prozent.

Der Kurs bei Nobel Biocare (plus 2,5 Prozent) erfuhr am frühen Nachmittag eine Beschleunigung. Laut Händler führten Kommentare des Verwaltungsratspräsidenten Rolf Soiron in der "NZZ am Sonntag" zu Spekulationen. Dieser hatte überraschend seinen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat des Herstellers von Dentalimplantaten in Aussicht gestellt.

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