Internationaler Aktienhandel
Züricher Börse weiter im Aufwind

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag allen Erwartungen einer fälligen Konsolidierung zum Trotz weiter zugelegt. Marktteilnehmer begründeten die fortgesetzten Aufschläge mit dem anhaltend hohen Anlagebedarf vieler institutioneller Investoren und der kurstreibenden Wirkung der weiterhin billigen Liquidität.

dpa-afx ZÜRICH. In der letzten Handelsphase stützte auch noch eine festere Eröffnung an der New Yorker Börse die Kurse. Der weitere Wochentrend dürfte im Wesentlichen vom Verlauf der US-Berichtssaison abhängen. In dieser Woche stehen vor allem die Bilanzen der US-Großbanken im Mittelpunkt des Interesses. In der Schweiz publiziert der Pharmakonzern Roche am Donnerstag seine Umsatzzahlen zum dritten Quartal. Das Blue-Chips-Barometer SMI schloss um 1,37 Prozent höher auf 6 377,78 Punkten. Bei 6 404,17 wurde ein neues Jahreshoch im Tagesverlauf markiert.

Roche gewannen 2,1prozent und Novartis stiegen um 1,4 Prozent. Bei Roche steht Presseberichten zufolge ein größerer Stellenabbau bevor, wenn die Informatikdienste der Sparten Pharma und Diagnostik zusammengelegt werden.

Die Großbanken waren einmal mehr Thema in der Wochenendpresse. Der Chef der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma hält Regeln zur Liquidation von Großbanken notwendig: Eugen Haltiner plädiert für die Schaffung eines globalen Konkursverfahrens, um internationale Banken im Notfall zu zerlegen, wie er in der Wochenendpresse sagte. UBS gewannen um 1,1prozent und Credit Suisse um 0,1prozent.

Mit roten Vorzeichen notierten hingegen Julius Bär (-0,6 Prozent) und die davon abgespaltene GAM (-0,7 Prozent). Einem Bericht der "Sonntagszeitung" zufolge drohte bei der Julius Bär Holding ein Goodwill-Abschreiber auf dem Asset Management. Rund eine halbe Milliarde Franken des Goodwills seien nicht werthaltig, schreibt das Blatt. Dies sei ein Grund für die Aufspaltung gewesen. Die GAM-Aktionäre sollen die fehlenden Informationen erst mit dem Geschäftsbericht im März erhalten. Das Thema sei zwar nicht neu, hieß es in Handelskreise, belaste aber das Sentiment.

Unter den Versicherern legten Swiss Life Holding um 3,8 Prozent zu und standen an der Spitze der SMI-Werte. ZFS gewannen um 2,6prozent auf 260,00 Franken, nachdem die Analysten der Credit Suisse ihr Kursziel für den Titel auf 300 von bisher 286 Franken erhöht hatten. Nach Ansicht der CS ignoriert der Markt die Fortschritte bei der Effizienz des Unternehmens. Die Aktien der Branchenkollegen Swiss Re (+1,4 Prozent) und Baloise (+1,4 Prozent) zogen ebenfalls deutlich an.rt/AWP/ck

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