Irak will Ölförderung wieder aufnehmen
Anleger an den US-Börsen in Kauflaune

Positive Nachrichten von Börsenschwergewichten wie General Electric (GE) haben die Investoren an der Wall Street am Hexen-Sabbat, dem vierfachen Verfallstermin von Terminen und Optionen, zu Käufen ermutigt. Die führenden Börsenindizes legten durchweg zu.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index gewann bis zum New Yorker Mittagshandel am Freitag 0,37 Prozent auf rund 10.415 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,38 Prozent auf etwa 1136 Zähler zu. Der technologielastige Nasdaq-Index rückte um 0,34 Prozent auf rund 1990 Punkte vor. Börsianer rechneten wegen des Hexen-Sabbat, dem Verfallstermin von Aktien- und Index-Optionen sowie von Index- und Aktienterminen, mit sprunghaftem Handel. Die Investoren bereinigten dann ihre Positionen, begründeten sie ihre Annahme. Einen solchen vierfachen Hexen-Sabbat erlebt die Börse jeweils am dritten Freitag im März, im Juni, im September und im Dezember.

Unterstützung habe der Markt zudem durch die Nachricht erhalten, dass der Irak seine Ölexporte am Samstag zum Teil wieder aufnehmen will, sagten Händler. „Dass die Pipeline im Irak am Wochenende ihren Betrieb wieder aufnehmen wird und nicht erst in ein paar Wochen ist positiv“, sagte Victor Pugliese von der First Albany Corp. Die Ölpreise reagierten allerdings unterschiedlich. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im August wurden in London mit 36,00 Dollar gegen Abend 21 US-Cent weniger als am Vortag bezahlt. Der Preis für leichtes US-Öl zog leicht auf 38,50 Dollar an.

Die Aktien des US-Mischkonzerns GE legten knapp ein halbes Prozent auf 32,52 Dollar zu. Das Unternehmen hatte sich zuvor auf die Beilegung eines Rechtsstreits mit dem Hersteller von Geräten zum Aufspüren vom Sprengstoffen für die zivile Luftfahrtindustrie, InVision Technologies, geeinigt. Bei dem Streit ging es um Fragen im Zusammenhang mit einer von GE vorgeschlagenen Übernahme von InVision. Die Titel von InVision notierten nahezu unverändert mit 49,82 Dollar.

Die Papiere des US-Medienkonzerns Viacom zogen um knapp 2,3 Prozent auf 37,49 Dollar an, nachdem das Unternehmen Einzelheiten zur geplanten Trennung von seiner Filmverleih-Tochter Blockbuster veröffentlicht hatte. Blockbuster-Aktien verloren dagegen knapp 1,5 Prozent auf 15,17 Dollar.

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