Irland zieht Kreise
Schwaches Umfeld belastet osteuropäische Börsen

Das Gerangel um Staatshilfen für Irland und die Sorgen um eine Wiederkehr der Schuldenkrise haben die wichtigsten osteuropäischen Börsen belastet. Die Kurse haben am Dienstag nachgegeben - ganz besonders in Budapest.

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) - Die Kurse an den wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Dienstag nachgegeben. Insbesondere in Budapest stand am Ende ein deutliches Minus zu Buche. Börsianer verwiesen einhellig auf ein schwaches europäisches Marktumfeld im Zusammenhang mit den Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone.

In Warschau verlor der Leitindex WIG-20 1,34 Prozent auf 2 682,82 Punkte. Der breiter gefasste Wig-Index sackte um 1,32 Prozent ab auf 46 566,94 Punkte.

Wie schon zu Wochenauftakt sorgte hier eine wahre Flut an Unternehmenszahlen für Bewegung. So lagen die Zahlen von PBG, dem nach der Marktkapitalisierung größten Bauunternehmen Polens, leicht über den durchschnittlichen Analystenschätzungen. Der Nettogewinn hatte sich im dritten Quartal auf 58,7 Mill. polnische Zloty belaufen, was einem Rückgang um 50,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprach. Experten waren nur von einem Gewinn in Höhe von 55,3 Mill. ausgegangen. Die PBG-Titel schlossen prozentual unverändert bei 219 Zloty.

Derweil meldete Bioton einen Nettoverlust von 8,7 Mill. Zloty, im Vergleich zu minus 10,9 Mill. Zloty im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis hatte rund ein Drittel über den Konsenserwartungen gelegen, während das Betriebsergebnis darunter geblieben war. Die Aktien des führenden Biotechnologieunternehmens in Polen gingen ebenfalls unverändert bei 0,18 Zloty aus dem Handel.

Unter den Indexschwergewichten verloren Kghm Polska Miedz 2,3 Prozent auf 134 Zloty, Pekao sanken um 1,9 Prozent auf 185 Zloty und Polski Koncern Naftowy Orlen verbilligten sich um 2,7 Prozent auf 43 Zloty. Dagegen konnten Telekomunikacja Polska um 0,8 Prozent auf 18,05 Zloty zulegen.

In Prag fiel der Leitindex PX um 0,31 Prozent auf 1 143,5 Punkte.

Zu den Tagesgewinnern zählten Philip Morris mit plus 1,54 Prozent auf 10 205 tschechische Kronen, Pegas Nonwovens mit einem Aufschlag von 0,71 Prozent auf 423 Kronen sowie Unipetrol , die 0,25 Prozent auf 198,5 Kronen gutmachten.

Für die Verluste im Leitindex zeichnete unter anderem das Schwergewicht Erste Group mit minus 0,57 Prozent auf 786,50 Kronen verantwortlich. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) verloren 0,40 Prozent auf 752 Kronen und Komercni Banka verbuchten einen Abschlag von 0,26 Prozent auf 4 199 Kronen.

Der ungarische Leitindex Bux verlor indes deutliche 1,88 Prozent auf 21 940,67 Punkte.

Einem Bericht der Zeitung "Magyar Nezmet" zufolge hat der Telekomanbieter Magyar Telekom noch keine Stellungnahme zu der von der Regierung auferlegten Krisensteuer abgegeben. Die Steuer wird zur Sanierung des Staatsbudgets von Energie-, Telekommunikations- sowie Einzelhandelsunternehmen eingezogen. Ungeachtet dessen ist Magyar Telekom aber nach Angaben eines Konzernvertreters bereit, weiter den Ausbau des Netzwerks zu betreiben. Die Titel notierten unverändert bei 592 ungarischen Forint.

Satte Verluste mussten die Titel des Schwergewichts OTP Bank hinnehmen, sie büßten 5,18 Prozent auf 5 170 Forint ein. Die Titel des Öl- und Gaskonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) sanken um 0,15 Prozent auf 19 870 Forint. Auch Richter Gedeon verbilligten sich - und zwar um 0,44 Prozent auf 45 250 Forint.

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