ISM-Index überrascht die Analysten
Positive US-Daten bescheren US-Börsen Gewinne

Ein überraschend starker Anstieg des Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager im August hat am Dienstag den Konjunkturoptimismus der Investoren gestärkt und damit die drei wichtigsten Aktienindizes der Wall Street um jeweils mehr als ein Prozent nach oben katapultiert.

Reuters NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones verließ den Markt 1,14 Prozent höher mit rund 9523 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 1,39 Prozent auf etwa 1021 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 1,71 Prozent auf rund 1841 Punkte vor. Händler sprachen aber von nur mäßigen Umsätzen nach dem durch den Feiertag „Labor Day“ am Montag verlängerten Wochenende.

Der Bericht des Institute of Supply Management (ISM) habe die Erwartungen des Marktes nicht enttäuscht, sagten Händler. „Die Wirtschaftsnachrichten belegen einen positiven Trend. Die Bären warten weiterhin auf eine Zahl, die die Anleger aufschreckt“, sagte Mike Murphy von Wachovia Securities.

Der an den Finanzmärkten stark beachtete ISM-Index kletterte auf 54,7 Punkte von 51,8 Punkten im Juli. Analysten hatten im Durchschnitt einen geringeren Anstieg auf 53,8 Punkte vorausgesagt. Ein Index-Wert von über 50 Punkten deutet auf eine Expansion im Verarbeitenden Gewerbe hin, Werte darunter zeigen ein Schrumpfen an. Allerdings signalisierte die Beschäftigungskomponente des Index mit 45,9 (Juli 46,1) Punkten einen anhaltenden Stellenabbau im Verarbeitenden Gewerbe. Volkswirte sehen in den Arbeitsplatzverlusten eine Folge der Konkurrenz mit Produzenten im Ausland, vor allem in China und Indien, die billiger als die US-Firmen produzieren. Viele von ihnen sehen darin langfristig eine Gefahr für die US-Industrie.

"Der Weg des geringsten Widerstands führt aufwärts"

„Die Verarbeitungsdaten waren besser als erwartet“, sagte Todd Leone vom Haus S.G. Cowen. „Was wir jetzt sehen ist, dass zum Monatsanfang neues Geld in den Markt fließt, nachdem einige Leute aus den Ferien zurück sind. Der Weg des geringsten Widerstandes führt aufwärts“. Keith Keenan vom Brokerhaus Wall Street Access fügte hinzu: „Die ISM-Zahlen waren positiv. Angesichts der zahlreichen positiven Nachrichten, die der Markt erhalten hat, bin ich überrascht, dass die Börse nicht stärker angezogen hat“.

Der angekündigte Verkauf des Vivendi-Unterhaltungsgeschäfts an die GE-Tochter NBC zog die Aufmerksamkeit der Investoren auf die Aktien von General Electric (GE). Diese legten fast drei Prozent auf 30,44 Dollar zu. Die Titel von Vivendi sprangen nach der Ankündigung um mehr als acht Prozent auf 18,27 Dollar.

Nach einer höheren Einstufung durch Goldman Sachs rückten auch die Papiere des weltgrößten Herstellers von Personal- Computern, Dell, deutlich um knapp drei Prozent auf 33,59 Dollar vor.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,44 Milliarden Aktien den Besitzer. 2380 Werte legten zu, 908 gaben nach und 159 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Milliarden Aktien 2249 im Plus, 998 im Minus und vier unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 4/32 auf 97-2/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,619 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 6/32 auf 100-11/32 Zähler nach, womit sich eine Rendite von 5,349 Prozent ergab.

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